Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

REGION: Das Phänomen der Elterntaxis

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen: Solche Situationen haben in den Schulhäusern der Region schon zu Problemen geführt. Gespräche und Aufklärung sind wirksame Mittel dagegen.
Armando Bianco
Mit dem Auto statt zu Fuss oder mit dem Velo: Elterntaxis sind ein Phänomen jüngster Zeit. (Bild: Urs Bucher)

Mit dem Auto statt zu Fuss oder mit dem Velo: Elterntaxis sind ein Phänomen jüngster Zeit. (Bild: Urs Bucher)

Armando Bianco

armando.bianco@wundo.ch

«Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto, was vor allem am Morgen oft zu Kleinstau und teils nicht ungefährlichen Situationen führt. Das hat in den letzten Jahren zugenommen», sagt Hansjürg Vorburger, Schulleiter in Sevelen. Seine Aussage lässt aufhorchen, ihr gegenüber steht aber auch Vorburgers Erfahrung, dass man mit einer klaren Botschaft die Situation entschärfen kann. «Wir suchen das Gespräch mit den Eltern und treffen Abmachungen. Wir kommunizieren klar, wo man parkieren darf und soll, das klappt.»

Regelungen oder Vorschriften muss man in Sevelen nicht erlassen, denn meist würden sich die entsprechenden Eltern einsichtig zeigen. Lieber wäre es ihm allerdings, wenn es gar keine sogenannten Elterntaxis gäbe: «Lasst den Kindern den sozial wichtigen Schulweg.»

Freundliche, aber bestimmte Interventionen

Ähnliche Erfahrungen wie in Sevelen macht man auch in einigen Schulhäusern anderer Gemeinden der Region Werdenberg. «Vor den Schulhäusern kommt es teilweise zu unübersichtlichen Situationen, die verschiedene Verkehrsteilnehmer gefährden. Die Taxieltern sind sich dessen viel zu wenig bewusst», lautet die Erfahrung von Bruno Seifert, Wartauer Schulratspräsident. Freundliche, aber bestimmte Interventionen und Gespräche mit den Eltern würden jedoch zu spürbarer Besserung beitragen.

Keine grossen Erfahrungen mit Elterntaxis hat man hingegen in Wildhaus-Alt St. Johann gemacht. «Die Eltern werden frühzeitig darüber informiert, dass wir den Schulweg als wertvollen Bestandteil des Schulalltags sehen», sagt Schulleiterin Rita Elmer auf Anfrage des W&O. Auf dem Schulweg könnten Freundschaften gepflegt und der sichere Umgang mit dem Strassenverkehr gefestigt werden. Sie ist auch zuversichtlich, dass sich daran so bald nichts ändern wird. «Dank unseres guten Angebots für den Transport der Schüler mit Schulbussen und vielen Schülern, die längere Wege mit dem Fahrrad absolvieren, wird sich hoffentlich auch künftig keine Pro­blematik ergeben.»3

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.