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REGION: Das «Gespenst» Demenz

Das Beratungsangebot der Fachstelle Demenz wurde 2016 ein Drittel mehr in Anspruch genommen. ­ Die Pflegewohngruppe hat um die Hälfte aufgestockt. Dennoch sind die Hemmschwellen immer noch hoch.
Ursula Wegstein
Margrit Raimann, Leiterin Zentrum Wiitsicht, stöbert mit einem Bewohner der Pflegegruppe in Erinnerungen. (Bild: Ursula Wegstein)

Margrit Raimann, Leiterin Zentrum Wiitsicht, stöbert mit einem Bewohner der Pflegegruppe in Erinnerungen. (Bild: Ursula Wegstein)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

«Die Kultur des Verdrängens der Krankheit Demenz ist in der Gesellschaft immer noch vorherrschend», ist Margrit Raimann, Leiterin Zentrum Wiitsicht, überzeugt. «Das diffuse, undefinierbare Krankheitsbild ist für viele wie ein Gespenst, existieren doch über fünfzig verschiedene Krankheitsformen», hält sie gegenüber dem W&O fest.

Das grösste Dilemma ist aus Raimanns Sicht immer noch, dass von den Angehörigen meist viel zu spät Hilfe geholt oder nach Entlastung gesucht wird. Häufig erst dann, wenn die eigene Erschöpfung bereits gross und die Belastungsgrenze erreicht ist.

Erhalt der Wiitsicht- Tagesstätte sichern

Inzwischen zu einem Kompetenzzentrum für Demenz entwickelt, hat das Zentrum Wiitsicht 2009 in Grabs mit einer Tagesstätte für Menschen mit Demenz gestartet. 2011 kam die Fachstelle Demenz als Anlaufstelle für Angehörige für die Region Werdenberg Liechtenstein Sarganserland hinzu. Als dritte Dienstleistung wurde im September 2014 die Pflegewohngruppe in Trübbach eröffnet.

Themen der insgesamt 530 Beratungsgespräche in 2016 waren hauptsächlich Fragen zum Krankheitsbild, mögliche Entlastungsangebote sowie finanzielle Fragen. Wie die Erfahrung des Zentrums Wiitsicht zeigt, kann der erkrankte Mensch umso länger zu Hause betreut werden, je früher die Angebote der Tagesstätte in Anspruch genommen werden. Die Tagesstätte in Grabs ist montags, dienstags und donnerstags von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet und bietet den ­erkrankten Menschen eine hilf­reiche Abwechslung und den pflegenden Angehörigen ein paar freie Stunden. Durch den Umbau der Wiitsicht-Pflegewohngruppe in Trübbach, der im Februar 2017 fertiggestellt wurde, konnte nun für fünfzehn statt bisher zehn Personen ein angenehmes Zuhause geschaffen werden. Neben einer neuen Badeoase verfügt die Wohngruppe auch über ein Ferienbett, das rege genutzt und schon das ganze Jahr im Voraus ausgebucht ist. Einziger, wenn auch dicker Wermutstropfen: Die Tagesstätte für an Demenz erkrankte Menschen in Grabs ist defizitär. Ihr Erhalt für die Betroffenen ist anvisiert, aber nicht ­gesichert. 3

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