REGION: Barrage-Fieber ausgebrochen

Heute findet in Belfast das WM-Qualifikationsspiel für Nordirland und die Schweiz statt. Am Sonntag laden die Schweizer zum Rückspiel in Basel ein. Bars und Fussballclubs der Region sind vorbereitet und gespannt.

Mengia Albertin
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An der EM-Meile 2016 waren die Bänke vor den Bars proppenvoll. Dies wird heute und am kommenden Sonntag etwas anders aussehen. Der Grossteil der Beizen zeigt die Spiele an der Wärme – in der «Gass» wärmen Decken und Heizkörper im Freien. (Bild: Heini Schwendener)

An der EM-Meile 2016 waren die Bänke vor den Bars proppenvoll. Dies wird heute und am kommenden Sonntag etwas anders aussehen. Der Grossteil der Beizen zeigt die Spiele an der Wärme – in der «Gass» wärmen Decken und Heizkörper im Freien. (Bild: Heini Schwendener)

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

Der eine oder andere wird sich heute wohl kaum auf die Arbeit konzentrieren können. Die Gedanken sind schon fest bei der Schweizer Nati und den beiden Spielen gegen Nordirland. Das Hinspiel findet heute Abend um 20.45 Uhr in Belfast statt. Das Rückspiel erfolgt am kommenden Sonntag um 18 Uhr in Basel.

Die begrenzten Plätze für Schweizer Fans waren beiderorts rasch ausverkauft. Das «Barrage-Fieber» ist hoch, die Fans in ihrer Euphorie kaum zu bremsen. Auch die Werdenberger Beizer lassen sich mitreissen und sind für die zwei Abende mit Leinwand, Bildschirm und Spezialaktionen ausgestattet. Wer also heute Abend nicht in Belfast mitfiebert, hat hier diverse Möglichkeiten dazu. Der W&O fragte bei einer Auswahl der üblichen WM- und EM-Meilen-Bars und den Fussballclubs Buchs und Trübbach nach, wie sie die Abende verbringen.

Leinwände und Heizkörper

In der Reflex-Bar in Buchs sind Hinspiel und Rückspiel über fünf Bildschirme und eine Grossleinwand anzuschauen. Einige Stammgruppen haben sich ihre Plätze bereits reserviert, informiert der Geschäftsführer Simon Gabathuler. Am Donnerstag rechnet er mit fünfzig bis sechzig Zuschauern, am Sonntag mit einigen mehr. «Ob die Schweiz beim Hinspiel gewinnt oder verliert, das Interesse wird am Sonntag gross sein», ist sich Gabathuler sicher. Bei warmen Temperaturen war die Leinwand jeweils draussen platziert. «Es ist im Moment viel zu kalt, da sitzt niemand draussen im Zelt. Heizungen wollen wir der Umwelt zuliebe nicht aufstellen.» Wenn die Schweizer Fussballer den Match gewinnen, spendiert die Bar übrigens eine Runde Bier.

Auch im Falken-Pub, in der «Gass» und im «Guarany» in Buchs wird das Spiel gezeigt. Im «Guarany» sind drei Bildschirme und eine grosse Leinwand vorhanden. Normalerweise steht die Leinwand draussen, wegen des Wetters bleibt sie aber drinnen. «Weil am Donnerstag traditionellerweise Happy Hour ist, rechnen wir mit vollem Haus. Das sind um die 100 bis 150 Leute», sagt Harry Müntener, Inhaber der Guarany-Bar und des «Boe» in der Buchser «Gass». Dort wird das Spiel draussen auf zwei Leinwänden gezeigt. Decken und Heizkörper sollen vor den Schlotter-Temperaturen schützen.

Aus Büssli wurde 70-plätziger Fan-Car

Weder der FC-Buchs-Vizepräsident Tino Kesseli noch der FC-Trübbach-Präsident Gabriel Dinner, wussten von einem Clubmitglied, welches an diesem Donnerstag zum Spiel nach Belfast reist.

Für hartgesottene Fans ist das einzig Wahre aber selbstverständlich, die Spieler vor Ort anzufeuern. Dieser Traum geht für einige Mitglieder der beiden Fussballclubs Buchs und Trübbach am Sonntag in Basel im St. Jakob Park Wirklichkeit. «Wir haben uns nicht als Club, sondern alle individuell organisiert. Einige konnten mit der Trainerlizenz zwei Billette im Vorfeld kaufen, andere haben andernorts Billette für eine ganze Gruppe von bis zu 15 Personen gekauft», sagt Kesseli. Erst war es ein kleiner Bus, der nach Basel fahren sollte, mittlerweile ist es ein Car für 70 Fans geworden. Wieder andere reisen mit dem Zug nach Basel. «Wir sind jeweils gut vertreten an den Nati-Spielen. Da trifft man in der Stadt oder im Stadion eigentlich immer mal wieder unverhofft auf einen Werdenberger.» Der FC Trübbach schaut die beiden Spiele im Vereinshäuschen, und es soll grilliert werden.