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REGION: Bäume wurden wie Zündhölzer geknickt

Der Wintersturm «Burglind» hat offenbar in der Gemeinde Sennwald die grössten Schäden angerichtet. Die Kantonsstrasse Gams–Wildhaus blieb während Stunden gesperrt. Gar nicht ausrücken musste hingegen die Feuerwehr in Wartau.
Heini Schwendener und
Aus den Gondeln am Pizol mussten mehrere Personen evakuiert werden, nachdem Bäume auf die Seile gefallen sind. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Aus den Gondeln am Pizol mussten mehrere Personen evakuiert werden, nachdem Bäume auf die Seile gefallen sind. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Heini Schwendener und

Corinne Hanselmann

redaktion@wundo.ch

Eine Fahrt auf der Kantonsstrasse von Haag nach Salez zeigte eindrücklich, mit welcher Wucht «Burglind» gewütet hatte: Gleich reihenweise lagen Bäume am Boden, und nicht nur kleine. Glücklicherweise kippten, bis auf einen, alle von der Strasse weg, sodass der Verkehr einigermassen ungehindert weiterrollen konnte. Viele Bäume wurden entwurzelt und riesige Äste abgebrochen. Ausserdem wurden Ställe, Häuser und auch Industriebauten abgedeckt. Die Feuerwehr von Sennwald hatte alle Hände voll zu tun. Selbst gestern Abend kümmerten sich noch immer rund 30 Mann um die grossen Schäden an Gebäuden, die der Wintersturm verursacht hatte.

Schnell abdecken, weil Regen angekündigt ist

Wegen der angekündigten Regenfälle in der Nacht galt es, allerorten zu helfen. Insbesondere im Industriegelände war eine Dachfläche von rund 80 Quadratmetern so stark beschädigt, dass sofort reagiert werden musste, «sonst haben wir dann auch noch einen Wasserwehreinsatz», so Feuerwehrkommandant Jürg Wohlwend. Die Feuerwehr hatte etliche entwurzelte Bäume von Strassen und aus Bachläufen zu entfernen. Auf Anraten des Försters wurden einige Bäume präventiv gefällt. Von umgeknickten Bäumen wurde auch die Autobahn A13 bei Sennwald in Mitleidenschaft gezogen.

Die Feuerwehr Gams ist gestern mehr als 15 Mal ausgerückt, auch sie wegen umgestürzter Bäume und beschädigten Dächern. Sie half auch mit, die Situation auf der Kantonsstrasse Gams–Wildhaus zu entschärfen. Dort hatte «Burglind» etwa zehn Bäume geknickt, als wären sie Zündhölzer. Die Strasse musste ab 12 Uhr für jeglichen Verkehr, also auch die Postautos, gesperrt werden. Aus Sicherheitsgründen fällten die Fachleute, die mit Aufräumen beschäftigt waren, schliesslich noch fünf weitere Bäume. Erst um 16.30 Uhr konnte die Strasse wieder dem Verkehr übergeben werden.

Ruhiger war die Lage in Grabs, wo die Feuerwehr nur einmal aufgeboten wurde. Zehn Einsätze hatte die Buchser und sieben die Seveler Feuerwehr – wegen umgestürzter Bäume und abgedeckten Dächern. In Sevelen musste die Bergstrasse gesperrt werden, eine Umleitung ist signalisiert. Gar nicht ausrücken musste die Feuerwehr Wartau. «Burglind» zeigte sich dort offenbar milde.

Salez Schlossfeld: Strom musste abgeschaltet werden

Im Salezer Quartier Schlossfeld gingen etwa um 13 Uhr die Lichter aus. Das Elektrizitätswerk Sennwald (EW) musste den Strom ausschalten, da der Sturm einen Leitungsmasten umgeknickt hatte und dieser repariert werden musste, wie das EW auf Anfrage mitteilte. Die Reparatur nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch.

In Wildhaus stellten die Bergbahnen um 11 Uhr vorsorglich ihren Betrieb ein. In der Folge richtete «Burghild» ebenfalls Schäden an (vgl. Titelseite). In Liechtenstein gingen 30 Schadensmeldungen und unzählige Anrufe bei der Landespolizei ein.

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