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REGION: Auf dem Einrad bis zum Gipfel

Mit seiner Begeisterung für das Einradfahren hat Markus Büchel schon viele angesteckt. Nun hat er in Vaduz einen Verein gegründet. Am Pfingstwochenende organisiert er das achte internationale Berg-Einradtreffen.
Ursula Wegstein
Am Elsbet-Treffen in Triesen werden am Pfingstwochenende Einradbegeisterte von acht bis 65 Jahren aus elf Nationen teilnehmen. (Bild: Markus Büchel)

Am Elsbet-Treffen in Triesen werden am Pfingstwochenende Einradbegeisterte von acht bis 65 Jahren aus elf Nationen teilnehmen. (Bild: Markus Büchel)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

Eine Treppe rauf und runter springen. Über eine Slackline fahren. Hockey spielen. Über Hindernisse springen. Auf Single-Trails bis auf Gipfel und wieder zurück ins Tal: Das alles lässt sich auf einem Einrad erleben. Der Vaduzer Markus Büchel betreibt diesen Sport seit über zehn Jahren mit grosser Begeisterung. Bereits als Teenager hat er mit Tricks auf dem Einrad begonnen.

Vor gut zehn Jahren hat er das Einrad wieder für sich entdeckt. «Das Material ist seither viel besser geworden», sagt er. Inzwischen gebe es auch Einräder mit Scheibenbremsen und mit zwei Gängen. Den grössten Spass macht Markus Büchel mittlerweile das Abwärtsfahren in den Bergen. Dann geniesst er die Ruhe und Einsamkeit. Zusammen mit dem besonderen Naturerlebnis sucht er aber auch die technische Herausforderung: Ohne den Fuss abzustellen oder abzusteigen über Wurzeln, Steine und steiles Gelände vom Gipfel bis zurück ins Tal.

In einer guten Stunde auf den Buchserberg

Von dem Staubern zurück nach Frümsen fährt er in 35 Minuten. In einer guten Stunde fährt er von Buchs bis Malbun am Buchserberg. Zu seinen Hausstrecken zählen auch jene auf den Palfries, Sevelerberg oder Regitzer Spitz oder von Vaduz bis ins Liechtensteiner Malbun. «Das ist sicher kein Extremsport», sagt Büchel. Auf dem Einrad sei man per se langsamer als mit einem Mountainbike und auch schneller auf dem Boden. Mehr als Handschuhe, Knieschutz und Helm brauche es für das Einradfahren nicht. Gleichwohl habe er selbst schon die eine oder andere Verletzung davon getragen: Bänderrisse, gebrochene Zehen und Finger.

«Einradfahren kann eigentlich jeder», so Büchel. Was es brauche, sei Kondition, Balance, Geschicklichkeit und Geduld am Anfang, bis man überhaupt mit einem Rad fahren könne.

Seit zehn Jahren in losen Gruppen unterwegs hat Büchel vor kurzem den Verein «Team Ursli» mit Sitz in Vaduz gegründet. Zweimal pro Woche bietet er Hallentrainings für Kinder und Jugendliche in Grabs an. «Das Einradfahren ist für Kinder ab Kindergartenalter erlernbar», sagt Büchel. Auf einem Hindernisparcours sollen die Kinder ihre Geschicklichkeit trainieren. Sie üben über eine Matte zu fahren, auf einen Schwedenkasten zu hüpfen oder über eine Bank zu fahren. «Ähnlich wie beim Jonglieren werden dabei beide Hirnhälften angeregt», erzählt Büchel. «Das ist gut für die Konzentration. Und für Mathematik.» Einmal pro Woche wird draussen trainiert. Momentan zählt der Verein 30 Mitglieder, die meisten sind Kinder. Jugendliche dürfen auch mithelfen, Teams leiten und Aufgaben übernehmen.

Internationales Treffen am Pfingstwochenende

Einmal im Jahr ist Markus Büchel mit Kollegen für eine Woche mit Gepäck unterwegs auf Einrad­ferien. Das andere grosse Highlight ist das Einradtreffen «Elsbet» in Triesen, das Büchel am kommenden Pfingstwochenende zum achten Mal organisiert. Elsbet steht für «Einzigartiges Liechtensteiner und Schweizer Berg-Einrad Treffen». Hier treffen sich alle zwei Jahre bis zu 70 Einradbegeisterte aus der ganzen Szene im Alter von 8 bis 65 Jahren. In diesem Jahr aus elf Nationen. Anfänger und Weltspitze. Teilweise mit der ganzen Familie. Man kennt sich in der «Bergeinrad-Community» in Europa.

Bei diesem Treffen steht allerdings der Spass im Vordergrund. Neben einer Band aus München hat Markus Büchel auch einen mobilen Whirlpool organisiert. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden je nach Können Tagesausflüge mit dem Busshuttle oder kleinere Touren unternommen. «Das motiviert die Jungen ganz besonders», freut sich Büchel.

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