REGION: Auch das iPhone liebt den Schatten

Smartphones ertragen Hitze und direkte Sonneneinstrahlung schlecht. Es drohen technische Mängel, sofern die Besitzer wichtige Verhaltensregeln missachten.

Hanspeter Thurnherr
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Im Auto an der prallen Sonne kommt das Smartphone arg ins «Schwitzen». (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Im Auto an der prallen Sonne kommt das Smartphone arg ins «Schwitzen». (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Es ist wieder heiss geworden, wohl nicht zum letzten Mal in ­diesem Sommer. Die Hitze setzt nicht nur Mensch und Tier zu – auch der Pflanzenwelt, wenn es länger trocken bleiben sollte. Zu «leiden» haben an heissen Tagen unter Umständen auch Smartphones, sofern ihr Besitzer sich nicht an die zumeist einfachen und einleuchtenden Verhaltensregeln hält. «Man darf solche elektronische Geräte auf keinen Fall der prallen Sonne aussetzen. Bei zu viel Wärme kann es zu technischen Mängeln kommen. Zudem sinken die Akkuwerte immens in den Keller», sagt David Santiago, stellvertretender Leiter beim Swisscom-Shop am Bahnhof Buchs. Hat das Gerät zu warm, schaltet es sich ab oder gar nichts erst ein. Dadurch werde unter anderem verhindert, dass die Akkus explodieren. «Das kann man ohnehin zu 99 Prozent ausschliessen», ergänzt David Santiago.

Im Auto kann es bis zu 70 Grad heiss werden

Eine weitere Empfehlung von David Santiago: «Elektronische Geräte sollte man generell nicht im Auto lassen. Zusammen mit der Wärme durch im Hintergrund laufende Software kann die Temperatur im Gerät zu hoch werden.» Tatsächlich kann es, wie Experten sagen, in einem Auto bei Sonnenschein durchaus bis zu 70 Grad heiss werden.

Auf dem Armaturenbrett der Sonne ausgesetzt, sind die Geräte innert Minuten siedend heiss. Falls das Smartphone doch im Auto bleiben soll, ihm Kofferraum ist es am kühlsten. Bei der Wahl der Hülle sollte man auf das Material achten. Plastik kann in der Sonne schmelzen und dadurch Schaden anrichten. Daher empfiehlt sich Stoff, Leder oder Neopren.

Generell sei aber das Thema möglicher Hitzeschäden bei den Verkaufsgesprächen kaum ein Thema. «Mehr haben wir es mit Feuchtigkeits- und Wasserschäden zu tun. Nicht zu empfehlen ist, das Handy in die nasse Badehose zu stecken oder gar mit dem ­Gerät in der Hose ins Wasser zu springen. Solche Schäden sind dann auch nicht durch die Ga­rantie gedeckt», erzählt Santiago. Keinesfalls solle man überhitzte Geräte im Kühlschrank oder im Tiefkühler abkühlen. Denn sonst drohen Schäden durch Kondenswasser. Santiagos Empfehlung: «Die Geräte bei normaler Raumtemperatur abkühlen lassen.»

Am besten bei ­Raumtemperatur abkühlen

Hersteller Apple empfiehlt beispielsweise für seine Geräte wie iPhone, iPad oder iPod: «Ver­wenden Sie Geräte mit dem iOS-­Betriebssystem nur in einem Temperaturbereich zwischen 0 und 35 Grad Celsius. Niedrigere oder ­höhere Temperaturen können dazu führen, dass das Gerät sein Verhalten ändert, um seine interne Temperatur zu regulieren.» In diesem Fall komme es unter Umständen zu folgenden Veränderungen:

• Das Gerät wird nicht weiter aufgeladen.

• Das Display wird abgedunkelt oder ausgeschaltet.

• Mobilfunksysteme werden in einen Stromsparmodus versetzt. Das Signal wird während dieser Zeit gegebenenfalls schwächer.

• Der Kamerablitz wird vorübergehend deaktiviert.

 

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch