Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

REGION: 310 Wohnungen sind zu haben

Im Werdenberg ist der Leerwohnungsbestand 2017 leicht zurückgegangen – dies im Gegensatz zum Kanton und der Schweiz. Doch dies dürfte nur vorübergehend sein.
Hanspeter Thurnherr

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Gemäss der Anfang Jahr korrigierten Zahlen standen in der Schweiz am 1. Juni 2017 knapp 65000 Wohnungen leer, 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit vermeldete das Bundesamt für Statistik zum achten Mal hintereinander einen Anstieg beim Leerwohnungsbestand. Am stärksten (+17 Prozent) zugenommen hat die Zahl der Mietwohnungen.

Dieser Trend hat sich in den vergangenen Monaten fortgesetzt. Im Werdenberg standen am Stichtag insgesamt 310 Wohnungen leer (siehe Grafik). Ein Jahr zuvor, am 1. Juni 2016, waren es gar 325. Beides sind die höchsten Werte im neuen Jahrtausend. Letztmals einen höheren Leerwohnungsbestand gab es 1999 (332 Wohnungen) und 1998 (352 Wohnungen).

Vergleicht man die Entwicklung der einzelnen Gemeinden in den letzten vier Jahren, so fällt auf, dass es keinen einheitlichen Trend gibt. In einem Jahr steigt oder sinkt der Leerwohnungsstand in dieser Gemeinde, im anderen Jahr in jener Gemeinde. Die Erklärung ist naheliegend. Wenn in einer Gemeinde gerade eine grössere Überbauung fertiggestellt ist, steigt der Leerwohnungsbestand. Wenn die Wohnungen vermietet sind, weist die Zahl tendenziell wieder nach unten.

Besonders deutlich erkennbar ist dies in Grabs. Auch Sennwald und Buchs lieferten dazu ein gutes Beispiel. Während in allen anderen Werdenberger Gemeinden von 2016 auf 2017 der Lehrwohnungsbestand anstieg, sank er in diesen beiden. In Buchs ist das Auf und Ab in den letzten Jahren zur Regel geworden. Berücksichtigt man die Einwohnerzahl, so verfügt Sevelen aktuell über einen vergleichsweise hohen Leerwohnungsbestand. Besonders krass war er gar im Jahr 2016. In der Grafik sticht auch die Zahl von 2010 in Wartau heraus. Damals – in einem Jahr mit im Werdenberg gesamthaft wenig leerstehenden Wohnungen – wies Wartau seinen höchsten Wert aller Jahre aus.

Auch wenn die Zahlen des Leerwohnungsbestandes nicht regelmässig ansteigen, so ist seit 2011 im Werdenberg eine steigende Tendenz nicht von der Hand zu weisen. Nachfragen bei regionalen Immobilien-Experten bestätigen dies. Die Marktsituation mit tiefen Zinsen und Anlagenotstand bei vielen institutionellen Anlegern sowie die Baubewilligungen lassen für die kommenden Jahre im Werdenberg keine grundsätzliche Änderung erwarten. Dazu kommt eine Abschwächung beim Bevölkerungswachstum.3

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.