Regierungsrat Martin Klöti zu Gast bei den Gonzenknappen

SARGANS. Eine Rekordteilnehmerschar von 90 Knappen besuchte die Hauptversammlung im Bergwerksstollen.

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Regierungsrat Martin Klöti bei seinem Besuch unter Tage im Gonzen. (Bild: Hans Eberli)

Regierungsrat Martin Klöti bei seinem Besuch unter Tage im Gonzen. (Bild: Hans Eberli)

SARGANS. Eine Rekordteilnehmerschar von 90 Knappen besuchte die Hauptversammlung im Bergwerksstollen. Prominenter Gast war diesmal Regierungsrat und Kulturminister Martin Klöti, der den Knappen für ihre langjährige, ja jahrzehnteweise Verbundenheit zum Bergwerk und vor allem auch für das Engagement zum Erhalt des historischen Zeitzeugen dankte. In seiner Begrüssungsansprache setzte er sich auf sympathische Art und Weise auch mit der Begrifflichkeit «Knappe» auseinander.

Höhepunkte des Knappenjahres

Knappenpräsident Beat Tinner erwähnte in seinem Jahresbericht die Höhepunkte des Vereinslebens. Der Frontag vom Februar 2014 war sehr gut besucht. Über 40 Knappen und Führer verlegten ein Abwasserrohr, kiesten den Bahnhof im Bergesinnern oder nahmen Reinigungsarbeiten vor. Anstrengend war der Transport von Schüttelrutschen ab der Galerie 7 in den Montpertjöris. Im Sommer wurde das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen besucht, indem das Gericht die Möglichkeit bot, einen Blick hinter die Kulissen seiner Tätigkeit zu werfen.

Beeindruckt hat nicht nur die Anzahl Mitarbeitende, welche sich in verschiedenen Abteilungen mit Rechtsfragen aus den Bereichen wie Infrastruktur, Finanzen, Wirtschaft, Bildung, Wettbewerb, Ausländer, Gesundheit und Sozialversicherungen befassen, sondern auch der Ausbau des Gebäudes. Jedes Jahr nimmt eine Gruppe auch am Knappenschiessen teil. Am meisten Punkte erzielte Jakob Amacker.

Tag des offenen Tors ein Erfolg

Die von den Knappen betriebene Festwirtschaft am Tag des offenen Tors war finanziell ein Erfolg. Erfreulich war auch der Besuchererfolg. Fast 900 Personen fuhren in den Berg. Der Führungsbetrieb läuft rund und die Nachfrage ist ungebrochen, sind doch von März bis Oktober 310 Führungen und 7800 Besucher gezählt worden – etwas mehr als im Vorjahr. Die sechs Ferienführungen im Juli/August waren mit 242 Besuchern gut besucht.

Gemäss der von Kassierin Claudia Spadacini präsentierten Jahresrechnung kann trotz einem kleinen Verlust dem Verein Pro Gonzenbergwerk für den Unterhalt der Anlagen wiederum ein Beitrag von 5000 Franken überwiesen werden. Toni Geel, als Vertreter des Vereins Pro Gonzenbergwerk, zeigte auf, welche Anschaffungen in nächster Zeit anstehen.

Akku-Loks werden geprüft

Ein wichtiger Bestandteil der Führungen bilde das Rollmaterial und insbesondere die Lokomotiven. Es dürfte in Zukunft aber zunehmend schwieriger werden, das nötige Fachwissen zu bewahren. Der Einsatz von Akku-Loks, so Toni Geel, wäre darum eine Alternative, was mit der Beschaffung von betriebsfähigen Akku-Loks aus dem Erzgebirge erreicht werden könnte. Für die Führungen braucht es aber auch Personal.

Vom aktiven Status zurückgetreten sind Hans Eggenberger und Hannes Müller. Als Freimitglieder bleiben sie weiterhin im Verein und sind in den Kavernen anzutreffen. Toni Geel konnte vier Jungführer vorstellen: Roger Tobler, Peter Pfiffner, Andreas Aggeler und Markus Tscherfinger. Abgerundet wurde die Hauptversammlung nach der Ausfahrt aus dem Stollen mit dem traditionellen Gehackten mit Hörnli und einem feinen Tropfen Bergwerker. (pd)