Regierungspräsident Benedikt Würth diskutierte mit Lernenden des bzb

BUCHS. Am Freitagnachmittag erwartete das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs hohen Besuch. Regierungspräsident Benedikt Würth nahm an einer Podiumsdiskussion mit sieben Lernenden teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Beni Heeb, Rektor bzb und Peter Keller, Prorektor.

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Regierungspräsident Benedikt Würth zeigt sich als interessierter Zuhörer bei der Podiumsrunde mit den Lernenden. (Bild: pd)

Regierungspräsident Benedikt Würth zeigt sich als interessierter Zuhörer bei der Podiumsrunde mit den Lernenden. (Bild: pd)

BUCHS. Am Freitagnachmittag erwartete das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs hohen Besuch. Regierungspräsident Benedikt Würth nahm an einer Podiumsdiskussion mit sieben Lernenden teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Beni Heeb, Rektor bzb und Peter Keller, Prorektor.

Die bzb-Lernenden freuten sich sichtlich auf die Diskussionen mit Würth. Als Einleitung stellten sie sich kurz vor: Isis Baioumy war erst vor vier Jahren aus Ägypten nach Walenstadt gezogen. Die KV-Angestellte besucht lehrbegleitend die Berufsmaturitätsschule (BMS) im ersten Lehrjahr. Frauenpower zeigten auch Marie Helene Diefenthaler (Polymechanikerin) sowie die beiden Automechatronikerinnen Julia Nägele und Melanie Köchle-Neuhauser des letzten Lehrjahres. Robert Thomsen besucht die Vollzeit-BMS und Lars Bucher ist Elektroinstallateur im ersten Lehrjahr.

Der Toggenburger Hansueli Zürcher wird in einem Jahr die Lehre als Landwirt beendet haben. Auf die von Beni Heeb gestellte Frage, wie es denn mit Reisen aussehe, erwiderte der Jungbauer: «Irgendwann wird man wohl mal irgendwohin gehen müssen.»

«Wollte eigentlich Koch werden»

Das breite Themenspektrum der Diskussionspunkte reichte von Freizeit über Ernährung bis hin zu Umwelt, Medien, Verkehr, Politik sowie der Berufswahl und -ausbildung. Bezüglich der Berufswahl verriet Benedikt Würth, dass er eigentlich sehr gerne Koch geworden wäre. Sein älterer Bruder, welcher Sekundarlehrer gewesen sei, überredete ihn aber zum Ausbildungsweg via Gymnasium.

BMS-Student Robert Thomsen zeigte sich gegenüber den Medien mehr als kritisch eingestellt und sagte: «Ich lese keine Zeitungen und keine Onlinenews. Die Medien können ohnehin alles verfälschen.» Automechatronikerin Julia Nägele war hingegen der Meinung, dass Medienkonsum wichtig sei, man aber kritisch sein sollte.

Egoismus und Politik

Als der Punkt Politik angesprochen wurde, nahm Polymechanikerin Marie Helene Diefenthaler kein Blatt vor den Mund und meinte, dass viele Politiker egoistische Motive hätten und entsprechend handeln würden, damit sie wiedergewählt würden. Würth nahm die offenen Worte auf und gab zur Antwort: «Ich selbst wäre aus rein egoistischen Gründen niemals in die Politik gegangen. Wenn man zwei Kinder zu Hause hat und sehr viel unterwegs ist, gäbe es rein egoistisch gesehen manchmal sicher auch <bessere> Berufe.»

Zum Schluss bedankte sich Benedikt Würth mit den Worten: «Ich war sehr gespannt auf diesen Nachmittag, denn ich wollte hören, was unsere Lernenden beschäftigt. Es hat mir sehr gut gefallen – vielen Dank für die interessanten Diskussionen.»