Regen problemlos fürs Obst

Der Niederschlag der vergangenen Tage stellt kein Problem für das Gedeihen des Obstes dar. Den Menschen bereitet der Regen keine Freude, doch er könnte für das Obst wichtig sein.

Johanna Senn
Merken
Drucken
Teilen
Noch ist es für eine Prognose einer reichhaltigen Ernte zu früh, doch geschadet hat der Regen nicht. (Bild: Reto Martin)

Noch ist es für eine Prognose einer reichhaltigen Ernte zu früh, doch geschadet hat der Regen nicht. (Bild: Reto Martin)

GRABS. Das nasse und graue Wetter der vergangenen Tage mag zwar den Leuten keine Freude bereiten, doch für die Obstbauern der Region ist das kein Problem. Im Gegenteil.

Regen ist kein schlechtes Omen

Der Regen habe bisher keinen negativen Einfluss auf das Wachstum des Obstes gehabt, erklärt Obstbauer Florian Vetsch aus Grabs. «Ideal wäre es, wenn das Wetter für die nächsten Tage konstant bleiben würde. Warme Temperaturen wären gut und regnen darf es ab und an auch.» Auch für Stefan Freund von der Fachstelle für Obstbau des Landwirtschaftlichen Zentrums in Flawil war der Regen der vergangen Tagen für den Obstbau nicht per se schlecht: «Bei unserem Klima war der Niederschlag kein Problem. Abgesehen von den Gebieten im Thurgau, die besonders stark betroffen waren, war der Regenfall in der Region nieder dosiert.» Schliesslich kämen jetzt noch zwei Sommermonate. Fallen diese eher trocken aus, könne man unter Umständen froh sein, um die Regenfälle der vergangenen Tage, weiss Stefan Freund.

Konstante Temperaturen

«Verheerend wäre ein Temperatursturz» weiss Vetsch. Vor allem für die Zwetschgen könne dies das Ende des Wachstums bedeuten. Doch für weitere Prognosen betreffend des Obst-Wachstums sei es jetzt noch zu früh. Darüber könne erst in einigen Wochen genaueres gesagt werden.

Grosse Kirschenernte erwartet

Für Kirschen-Liebhaber gibt es jetzt schon positive Neuigkeiten: Obwohl der Beginn der Hauptblütezeit der Kirschbäume eher kühl war, sei mit einer guten Kirschenernte zu rechnen, da die Temperaturen schliesslich wieder gestiegen sind erklärt Stefan Freund.

Feuerbrand im Griff

Was das Thema Feuerbrand betrifft, sieht es auch dieses Jahr nicht schlecht aus. Das Bakterium ist zwar noch nicht ausgestorben. Stefan Freund hatte deshalb auch seine Vorbehalte: «Weil es Ende April so warm war, hatten wir Bedenken, dass sich der Feuerbrand wieder ausbreiten könnte» äussert sich Freund. Die Bedingungen für eine Ausbreitung des Feuerbrands wären im April gegeben gewesen.

Dies zeichneten auch die Messstationen auf. «Doch glücklicherweise hält sich die Krankheit in Grenzen.» Es gebe an vereinzelten Lagen wie erwartet Fälle von Feuerbrand, doch lange nicht so schlimm, wie dies in vergangenen Jahren der Fall gewesen war. Dies kann auch Florian Vetsch bestätigen: «Vereinzelte Fälle gibt es nach wie vor. Doch diese bekämpfen wir mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, und diese wirken.»