Rechnung des Katholischen Konfessionsteils schliesst mit Ertragsüberschuss

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Kanton St. Gallen Im Jahr 2016 wurden vom Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen insgesamt 94 Kirchenaustritte (total 1915 Austritte) weniger ­registriert. Der Aufwärtstrend bei den Austrittszahlen in den vergangenen Jahren (beispielsweise 2009 Austritte im Jahr 2015) konnte gestoppt werden. Dies schreibt der Katholische Kon­fessionsteil in einer Medien­mitteilung. Trotzdem sank die Zahl der Katholikinnen und Katholiken um gut 2000 Mitglieder, die Gründe dafür sind bisher nicht klar. Erfreulicherweise wurden im vergangenen Jahr 124 Taufen mehr gefeiert als im Jahr 2015, ins­gesamt wurden in den Pfarreien 1929 Kinder getauft.

Die Zahl der Beerdigungen sank leicht von 1988 (2015) auf 1960 (2016). Ende 2016 lebten im Kanton St. Gallen 230 000 Katholikinnen und Katholiken.

Der Finanzhaushalt des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen ist nach wie vor gesund. Die Jahresrechnung 2016 schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund 57,7 Millionen Franken mit einem Ertrags­überschuss von 980 000 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 167 000 Franken.

Finanzausgleich ist ­erfreulich hoch

Grund für die Besserstellung sind höhere Zentralsteuereinnahmen von rund 400 000 Franken, Mehrerträge bei den Eintritten Stiftsbibliothek und dem Shop von rund 250 000 Franken und Minderaufwendungen im Bischöflichen Ordinariat. Hier blieb unter anderem eine Stelle unbesetzt und Projektkredite wurden noch nicht abgerufen. Aufgrund guter Jahresabschlüsse bei den Unternehmen sind auch die Finanzausgleichs-Ergebnisse mit 18,5 Millionen Franken (Vorjahr 17,3 Millionen) erfreulich hoch, wie weiter in der Mitteilung steht. Diesen Beitrag überweist der Kanton aus der Gewinnsteuer für Unternehmen zu einem Drittel an die Evangelisch-reformierte Kirche und zu zwei Dritteln an den Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen.

Die 62 von 97 katholischen Kirchgemeinden im Finanzausgleich konnten vom Konfessionsteil mit diesem Beitrag gut ausgestattet werden. Die betreffenden Kirchgemeinden erhielten im vergangenen Jahr 16 Millionen Franken, der Rest wurde den ­Reserven zugeführt. (pd)