RCOG trumpft mit junger Mannschaft auf

Mit 24:13 gewinnt der RC Oberriet-Grabs seinen letzten Rückrundenkampf. Gegen die Mannschaft aus dem Thurgau hatten die Rheintaler das Kampfgeschehen zu jeder Zeit im Griff. Im Playoff-Halbfinal wartet nun, wie erwartet, West-Gruppensieger Martigny.

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Dominik Laritz (links) zeigte gegen den ehemaligen Internationalen Urs Wild einen guten Kampf. (Bild: pd)

Dominik Laritz (links) zeigte gegen den ehemaligen Internationalen Urs Wild einen guten Kampf. (Bild: pd)

RINGEN. Da es um nichts mehr ging, hätte man meinen können, dass sich die Ringer des RC Oberriet-Grabs auswärts bei Weinfelden zurückhalten würden. Doch die Jungen des RCOG kamen ihrer Begrüssung an die Adresse des Gegners mit ihrer Kampfruf «Eine Mannschaft, eine Vision, ein Kampf» nach: Keiner schenkte dem Gegner einen Punkt und die vielen angereisten Fans des RCOG durften spannende Kämpfe mitverfolgen – und letztlich einen 24:13-Sieg.

Knappe Führung zur Pause

In der ersten Hälfte vermochte Oberriet-Grabs nur zwei Kämpfe zu gewinnen, lag jedoch mit 11:8 vorne. Sowohl Nicolas Steiger als auch Ilir Fetahu legten ihre Kontrahenten auf die Schultern und feierten souveräne Siege. Anders bei Adrian Wetzstein, Dominik Laritz und Marco Obrist. Sie kämpften vorbildlich, hielten mit den Gegnern mit, verloren aber am Ende nach Punkten. Somit führte der RCOG knapp mit 11:8.

Nach der Pause startete der Doppellizenz-Ringer aus Domdidier, Stefan Syarov, gegen Roman Hostettler. Dem Publikum wurde ein spannender, attraktiver Kampf geboten, denn noch in der letzten Sekunde gelang Stefan ein Punkt während einer Passivzeit. Hätte er keinen Punkt gemacht, hätte sein Gegner einen Punkt geschenkt bekommen, so gewann Stefan Syarov den Kampf klar und deutlich.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit unterlag Dominik Steiger seinem Kontrahenten Gian Blaser in der zweiten Wettkampfhälfte unglücklich. Denn durch einen Heber erhielt Gian Blaser vier Punkte gutgeschrieben – ein strittiger Entscheid des Unparteiischen. Drei Kämpfe vor Schluss war Weinfelden mit 12:15 wieder dran.

Siege für die Werdenberger

Der Krimi war aber noch nicht vorbei. Denn nun griffen die beiden Werdenberger ins Kampfgeschehen ein. Flavio Freuler hatte mit Milos Csuvara einen harten Brocken als Gegner. «Ich kämpfte zwei Gewichtsklassen höher», erklärte der gebürtige Wartauer. Trotz Nachteilen in Masse und Gewicht schaffte es Freuler, seinen Gegner mit 2:1 nach Punkten zu bezwingen. Gleich zweimal musste er in die Position namens «Bank». Doch beide Male schaffte der Gegner keinen Punkt. «Nach einem Wurf von mir, der mit einer Zweier-Wertung belohnt wurde, stellte ich mich auf das Verteidigen ein», erklärt Freuler die gewinnbringende Taktik. Für diesen Punktesieg erhielt der RC Oberriet-Grabs ein 2:1: Der neue Spielstand lautete 17:13.

Der Grabser Andreas Vetsch wurde in Weinfelden gross angekündigt als Medaillengewinner an Schweizer Meisterschaften. Wollten die Weinfelder ihn verunsichern? Sie schafften es nicht. Viel mehr war er motiviert, dass er mit einem Sieg den Kampf zugunsten des RCOG entscheiden kann. «Was mir am Ende mit einem Punktesieg auch gelungen ist», freute sich Vetsch. Mit 12:0 punktete er Fabian Walter aus, erhielt dafür drei Mannschaftspunkte, Oberriet-Grabs führte uneinholbar mit 20:13.

Den Abschluss des siegreichen Abends machte Patrick Koster, der seinen Gegner auf die Schultern bettete. Obwohl sich Micha Forster lange und stark wehrte, klopfte der Schiedsrichter Roger Mamie schliesslich nach einer gefühlten Ewigkeit Tusch.

«Gute Ausgangslage schaffen»

Nach dem 24:13 in Weinfelden deutet der RC Oberriet-Grabs an, dass er bereit ist für die Playoff-Halbfinals. «Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Jeder hat gekämpft, sein Bestes gegeben und Teamgeist gezeigt», so Freuler. Vetsch blickt derweil nach vorne. «Nächsten Samstag geht es um den Einzug in den Final. Wir wollen in Martigny eine gute Ausgangslage für den Rückkampf in Oberriet schaffen.» (dh)