Raumbedarf wächst deutlich

Die wachsende Zahl an Schülern und die veränderten Ansprüche an die Schule verlangen auch in Räfis nach mehr Schulräumen. Am Infoabend wurde das Erweiterungs- und Neubauprojekt der Buchser Bürgerschaft vorgestellt.

Hanspeter Thurnherr
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Modellansicht der künftigen Schulanlage Räfis von Westen her betrachtet. (Bild: pd)

Modellansicht der künftigen Schulanlage Räfis von Westen her betrachtet. (Bild: pd)

BUCHS-RÄFIS. An der Informationsveranstaltung «Erweiterung und Neubau der Schulanlage Räfis» erläuterte in der Turnhalle Räfis Schulpräsidentin Katrin Frick einleitend die Gründe, welche die Ausbauten (siehe Frontseite) nötig machen. Das Bevölkerungswachstum von Buchs, angetrieben durch die starke Bautätigkeit, führe auch in Räfis zu wachsenden Schülerzahlen. Dazu kämen veränderte Ansprüche an die heutige Schule. Und bereits heute sei der Mittagstisch in Räfis der grösste. Die Wachstumsprognosen für Buchs von 2010–2040 seien eingetroffen. Auch die aktuellen Prognosen zeigten einen Anstieg von 1300 Schülern im Jahre 2014 auf über 1500 Schüler im Jahre 2025.

Veränderte Schulrealitäten

Schulrektorin Marina Lazzarini sprach von «veränderten Schulrealitäten». Weil das Individuum mehr im Zentrum stehe, brauche es adäquaten Schulraum. Dieser müsse sich an der schnelllebigeren Zukunft mit einer höheren Flexibilität der Nutzung ausrichten. Methodenvielfalt, aber auch zusätzliche Therapie- und Förderangebote erhöhen den Raumbedarf.

Ab dem Schuljahr 2018/19 werden in Räfis mindestens 9 Regelklassen beschult. Dazu kommen 1 Einführungs- und 3 Kindergartenklassen, die Tagesstätte für 3 mal 12 Kinder und die Fachbereiche. Es brauche deshalb zusätzlich 4 Fachräume, 5 Klassenzimmer, den Kindergarten-Trakt, die Tagesstätte sowie die Doppelturnhalle.

Wie später Katrin Frick präzisierte, würde zwar für die Schule eine Einfach-Turnhalle reichen. Aber für weitere Angebote wie MuKi- oder Seniorenturnen wäre kein Platz vorhanden. «Bereits heute sind abends in Buchs die Hallen zu 90 Prozent ausgelastet. Was passiert später, wenn Buchs so weiter wächst?», fragte sie rhetorisch. Der Stadtrat habe deshalb beschlossen, der Bürgerschaft eine Doppelturnhalle zu beantragen. Erschlossen wird sie im Süden durch eine Strasse, die Teil der künftigen SBB-Unterführung werden könnte.

Viel Glas und Flachdächer

Jürg Ragettli stellte die drei neuen Baukörper anhand von Plänen vor. «Die Aufteilung in klare Einheiten habe auch Vorteile in der Realisierung. So kann man in Etappen bauen», sagte er und ergänzte: «Die beiden neuen Flügel der Schule werden aus Kostengründen nicht unterkellert und die Aussenwände werden nicht aus Beton sein.»

Dazu sagte Architekt Jean Gérard Giorla, vom Architekturbüro Giorla+Trautmann SA aus Siders, welches das Projekt ausgearbeitet hat: «Die Fassaden der Gebäude werden viel Glas aufweisen. Die übrigen Flächen am Schulhaus werden wohl verputzt. Das ist wichtig, damit es zum antiken Schulhaus passt.» Wie Jürg Ragettli sagte, sei diese Frage aber noch nicht endgültig entschieden. Denkbar sei auch eine Verkleidung. Alle drei Gebäude werden Flachdächer haben, antwortete Giorla auf eine Frage aus dem Publikum. So könnten sie in ferner Zukunft, falls nötig aufgestockt werden.

Im Minergie-Eco-Standard

Buchs mit der höchsten Auszeichnung für Energiestädte baut diese drei neuen Gebäude im Minergie-Eco-Standard, wie es im Gutachten heisst. Neu wird für die zentrale Wärmeerzeugung eine energieeffiziente Grundwasser-Wärmepumpe, unterstützt durch einen Gasheizkessel, eingesetzt. Die bestehende Ölheizung wird abmontiert.

Die gesamten Projektkosten werden mit 18,09 Millionen veranschlagt. 16,6 Millionen Franken sind die reinen Baukosten, dazu kommt eine Reserve von einer Million Franken. 490 000 Franken werden für das Grundstück ausgewiesen, das sich bereits im Besitz der Stadt Buchs befindet und im Finanzvermögen aufgeführt ist. Dieser Betrag wird nun dem Verwaltungsvermögen zugewiesen.