Rat senkt Kredit für Neubau in Strafanstalt

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St. Gallen/SalezDie Strafanstalt Saxerriet soll ein neues Unterhalts- und Handwerkerzentrum erhalten: Darüber war sich das Kantonsparlament gestern einig. Die Kosten, welche die Regierung veranschlagte – 9,8 Millionen Franken – waren den bürgerlichen Kantonsräten jedoch zu hoch. Die vorberatende Kommission beantragte eine abgespeckte Version für 8 Millionen Franken, die im Rat in erster Lesung deutlich angenommen wurde.

Die Planungskosten im Visier

Insbesondere die Planungskosten seien viel zu hoch, kritisierten Vertreter von CVP, FDP und SVP. Beispiele privater Bauprojekte würden zeigen, dass es auch deutlich günstiger gehe, ohne dass man am Vorhaben etwas Wesentliches ändere. Einzig die Linke wehrte sich gegen die Senkung des Kredits. «Auf dieses Spiel lassen wir uns nicht ein. Sparen beim Planen führt zu Mehrkosten beim Bauen», sagte Ruedi Blumer (SP).

Nachtragskredit könnte nötig sein

Bauchef Marc Mächler (FDP) akzeptierte den Entscheid des Rats ohne Murren. «Wir nehmen diese Herausforderung an.» Es könne aber sein, dass ein Nachtragskredit nötig werde. Linke Ratsvertreter fanden, dass es unsinnig sei, wenn sich der Kantonsrat bei einem wahrscheinlichen Nachtragskredit nochmals mit der Vorlage befassen müsse. Sie stiessen aber bei der klaren Mehrheit auf Granit.

Das neue Immobilienmanagement des Kantons kam bei dieser Vorlage zum Tragen. Es wird sich zeigen, wie gut die Kostenermittlung für das neue Unterhalts- und Handwerkerzentrum der Strafanstalt Saxerriet letztlich passen wird. (ts/av)