Radioaktive Abfälle – Problem lösbar oder nicht?

BUCHS. Am Dienstag, 2. Februar, lädt das Seniorenforum Werdenberg Mitglieder und weitere Interessierte zu einem Vortrag mit dem Thema «Radioaktive Abfälle – lösbares oder unlösbares Problem» ein. Referent ist Dr.

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BUCHS. Am Dienstag, 2. Februar, lädt das Seniorenforum Werdenberg Mitglieder und weitere Interessierte zu einem Vortrag mit dem Thema «Radioaktive Abfälle – lösbares oder unlösbares Problem» ein. Referent ist Dr. Walter Rüegg, Kernphysiker und Strahlenbiologe, ehemaliger Chefphysiker der Schweizer Armee.

In einem ersten Teil wird der Referent auf das Wesen und die Wirkungen von radioaktiven Strahlen eingehen. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts galten kleine bis mittlere Strahlendosen auch in wissenschaftlichen Kreisen als gesundheitsfördernd. Nicht nur Medikamente, auch Kosmetika und Lebensmittel wurden mit radioaktiven Substanzen «angereichert». Heute rufen sie grosse Ängste hervor. Sind diese gerechtfertigt?

Keine Einwirkung auf Lebewesen wurde derart gründlich untersucht wie die radioaktiven Strahlen. Milliarden wurden dafür ausgegeben und Hunderttausende von Forschungsarbeiten veröffentlicht. Eigentlich sollte alles klar sein, oder doch nicht?

Dr. Rüegg wird den heutigen Stand des Wissens (und Unwissens) zusammenfassen. Radioaktive Abfälle werden manchmal als die gefährlichsten Abfallprodukte unserer Zivilisation bezeichnet. Aber wie giftig sind sie wirklich, etwa im Vergleich mit «normalen» Giftstoffen? Der Referent wird auch Vergleiche mit unserem Sondermüll, mit der natürlichen Radioaktivität und mit anderen gefährlichen Abfällen unserer Zivilisation anstellen und kommt dabei zu überraschenden Schlussfolgerungen. Den Abschluss des Vortrages bildet ein Blick in die Zukunft.

Der Referent war 20 Jahre lang an der ETH Zürich und am Schweizerischen Institut für Nuklearphysik (SIN), heute Paul-Scherrer-Institut (PSI), in der Grundlagenforschung tätig. (pd)

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