Primarschulzeit bleibt bei fünf Jahren

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Vaduz Die Liechtensteiner Regierung entschied im Dezember 2016, dass sich das Land am Lehrplan 21 der Deutschschweizer Kantone orientiert. Bei der Überarbeitung des Liechtensteiner Lehrplans stellte sich gleich die Frage, wie mit der im Vergleich zur Schweiz unterschied­lichen Primar- und Sekundarschuldauer umgegangen werden soll. Liechtenstein kennt fünf ­Jahre Primarschule und vier Jahre Sekundarschule.

Die Regierung hat nun «nach Abwägung der Vor- und Nach­teile», wie es in ihrer Medienmitteilung heisst, entschieden, dass der neue Lehrplan weiterhin auf fünf Jahre Primar- und vier Jahre Sekundarstufe auszulegen ist. Sie stützt sich dabei auf einen von ihr in Auftrag gegebenen Bericht, der insbesondere die pädagogischen, personellen, baulichen und finanziellen Aspekte der beiden Systeme behandelt.

Dieser Bericht zeige, dass es sowohl für die Beibehaltung des aktuellen Schulsystems wie auch für die Umstellung auf sechs ­Jahre Primarschule gute Gründe gebe. «Es gibt jedoch keine eindeutigen Argumente, aufgrund derer man einer Option klar den Vorzug geben könnte, da bei einer Systemumstellung lediglich der Zeitpunkt des Übertritts verschoben wird und keine merkliche Änderung der Bildungsqualität zu erwarten ist», lässt sich die Liechtensteiner Regierung zitieren. Auch die Diskussion mit Vertretern der Lehrerschaft, der Schulleitungen, der Gemeindeschulräte, der Elternvereine und des Schulamtes zeige, dass die Positionen sehr unterschiedlich seien. Liechtenstein verfüge grundsätzlich über ein qualitativ gut funktionierendes Schulsystem, das international sehr gut mit­halten könne. (wo)