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Polizei wusste genauen Ort von Neonazi-Konzert nicht

Das Rechtsrock-Konzert vom Samstag könnte ein juristisches Nachspiel haben. Experten sprechen von einer laschen Bewilligungspraxis.
Janique Weder, Balz Bruder

Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann prüft laut Präsident Rolf Züllig rechtliche Schritte gegen die Veranstalter des Rechtsrock-Konzerts in Unterwasser. Zu untersuchen wäre unter anderem, ob mit rechtsextremen Texten gegen die Rassismusstrafnorm verstossen wurde. Die St. Galler Kantonspolizei bestätigte gestern zudem, dass sie seit längerem von einem angeblich im süddeutschen Raum geplanten Neonazi-Anlass gewusst hatte. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) und die Polizei hätten jedoch nicht herausgefunden, wo genau dieser stattfinden sollte, sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei. Die Einreise der mehrheitlich deutschen Konzertbesucher sei nicht illegal gewesen, halten die deutsche wie die Schweizer Polizei fest.

Extremismusexperte Samuel Althof will aus dem Grossaufmarsch nicht auf den politischen Organisationsgrad der extremen Rechten schliessen. Vielmehr spiele die Bewilligungssituation in der Schweiz eine Rolle – sie wirke anziehend statt abschreckend. Althof spricht für die Schweiz von 800 bis 1000 Neonazis und einem «harten Kern» von weniger als 100. Der NDB spricht ihnen «ein erhebliches Gewaltpotenzial» zu. In der Ostschweiz gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Konzerte rechtsextremer Bands. 24, 25

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