Polizei erwischt 39 Einbrecher in vier Monaten

ST. GALLEN. Zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 hat die Kantonspolizei St. Gallen in 600 Einbrüchen und 200 Einschleichdiebstählen mit einer Deliktsumme von 2,8 Millionen Franken ermittelt.

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ST. GALLEN. Zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 hat die Kantonspolizei St. Gallen in 600 Einbrüchen und 200 Einschleichdiebstählen mit einer Deliktsumme von 2,8 Millionen Franken ermittelt. In den vier Monaten eröffnete die Polizei 20 Ermittlungsverfahren wegen Einbrüchen oder Einschleichdiebstählen. Der Aufwand sei jeweils hoch, meistens entwickelten sich daraus Zusammenhänge zu Tatbeständen in anderen Kantonen oder im Ausland, teilte die Polizei gestern mit.

«Sehr guter Erfolg» der Polizei

Bei der Untersuchung der Tatorte entdeckte die Polizei 70 sogenannte «Spurenhits». Damit seien beispielsweise DNA-Spuren gemeint, erklärte Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli auf Anfrage. Bis diese ausgewertet seien, könne es zwar Wochen dauern. Oft führten sie aber zu Personen, die später erneut Einbrüche begingen.

Insgesamt konnte die Polizei 24 Schweizer und 34 Ausländer ermitteln. Sie alle werden verdächtigt, an Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein. 39 von ihnen konnten verhaftet werden: 38 Männer und eine Frau. Das Ergebnis sei «ein sehr guter Erfolg», findet Rezzoli. Man habe nichts Neues gemacht und führe die bewährte Strategie weiter. Unter anderem sei ein Lagezentrum eingerichtet worden. Dort werde laufend beurteilt, wo es Schwerpunkte für Einbrüche geben könnte.

Einbrüche gehen zurück

Wichtig sei auch die Prävention: Wenn der Aufwand für einen Einbruch durch Schlösser oder Riegel erhöht werde, bestehe die Chance, dass die Täter darauf verzichteten. In den vier Monaten wurden 600 Einbruchdiebstähle registriert. Ist das viel? Genaue Zahlen würden zusammen mit der Kriminalitätsstatistik präsentiert, insgesamt gingen die Einbrüche aber zurück, so Rezzoli. (sda)