Poetisches in farbigen Bildern und Worten

WILDHAUS. Unter dem Titel «poetische Farbrhythmen», präsentiert die in Freiburg wohnhafte Künstlerin Doris Fankhauser ihre Bilder im Wildhauser «Sunnehus». Die 57jährige, gebürtige Zürcher Oberländerin schreibt auch Lyrik.

Adi Lippuner
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Doris Fankhauser mit einem ihrer Werke bei denen die Gedichte persischer Dichter und Farben die Hauptrollen spielen. (Bild: Adi Lippuner)

Doris Fankhauser mit einem ihrer Werke bei denen die Gedichte persischer Dichter und Farben die Hauptrollen spielen. (Bild: Adi Lippuner)

WILDHAUS. Unter dem Titel «poetische Farbrhythmen», präsentiert die in Freiburg wohnhafte Künstlerin Doris Fankhauser ihre Bilder im Wildhauser «Sunnehus». Die 57jährige, gebürtige Zürcher Oberländerin schreibt auch Lyrik. Es sind poetische Farb- und Textkompositionen, mit denen die Besucher der Vernissage am Samstagnachmittag im Kur- und Bildungszentrum «Sunnehus» empfangen wurden.

Ungewisser Ausgang

Mittendrin die Künstlerin, die Gedichte der beiden persischen Dichter aus dem 13. und 14. Jahrhundert, Rumi und Hafiz, auf besondere Weise in ihre Bilder integriert. «Ich arbeite mit Hochformaten in Anlehnung an Mensch und Himmel.»

Mit den Worten von Hafiz bedeute dies: «Komm tanz mit mir» aus «Der Gott, der nur vier Worte kennt».

Als Festrednerin stellte Rita Galliker, Kunsttherapeutin im «Sunnehus», nicht nur das Leben und Wirken von Doris Fankhauser vor. «Sie muss einfach kreativ tätig sein, sonst fehlt ihr etwas. Die Betrachter sind eingeladen, die Bilder zu entdecken, zu schauen und zu staunen.» Rita Galliker bezeichnet das aktuelle Schaffen als «berührende Bilder bei denen es Zeit braucht, um auf eine Entdeckungsreise zu gehen». Aus Sicht der Festrednerin ist dichten ähnlich wie malen, der Anfang kann nicht geplant werden, und der Ausgang der Reise ist ungewiss.

Festliche Note

Der Vernissage wurde mit der Querflötenmusik von Christoph Ammann und der Lesung einiger Gedichte von Rumi und Hafiz eine festliche Note verliehen. Dazu ein Beispiel: «Die Erde würde sterben, wenn die Sonne aufhörte, sie zu küssen.» Zu sehen sind die Bilder, welche im Treppenhaus und den Gängen im «Sunnehus» aufgehängt sind, bis Ende September. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich.

Mehrere Stationen

Sowohl mit dem literarischen Schaffen als auch mit ihren Bildern startete Doris Fankhauser ihre Karriere in Zürich. In der «Roten Fabrik» wurden ihre Werke 1991 erstmals ausgestellt, es folgten verschiedene Ausstellungen und inzwischen gar ein eigenes Atelier in Freiburg. Im Zytglogge-Verlag Bern erschien im Jahr 2000 mit «Herzschrittmacherin» ihr erstes Buch mit Anthologien und Kurzgeschichten.

Die freischaffende Künstlerin und Kursleiterin ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Stationen auf ihrem Lebensweg waren Wisconsin/USA, die Schule für Gestaltung in Zürich, ein längerer Aufenthalt in Berlin, aber auch verschiedene Weiterbildungen im In- und Ausland.

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