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Pink und Blau gegen Krebs

Mit blauer oder pinker Folie umwickelte Siloballen liegen derzeit auf manchen Feldern im Werdenberg. Die Aktion soll auf die wichtige Früherkennung von Krebs aufmerksam machen.
Corinne Hanselmann/Pd
Mathäus Vetsch unterstützt mit den pinken und blauen Siloballen die Krebsforschung. (Bild: Corinne Hanselmann)

Mathäus Vetsch unterstützt mit den pinken und blauen Siloballen die Krebsforschung. (Bild: Corinne Hanselmann)

SALEZ/REGION. Mit den bunten Ballen wird nicht etwa angezeigt, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge wird, und sie ist auch keine Abwehr gegen gierige Krähen. Mit der Aktion «Pink Ribbon meets Blue Ribbon», zu deutsch «Pinke Schleife trifft Blaue Schleife», macht die Landwirtschaft auf Krebs aufmerksam. Die pinke Schleife als Zeichen für Brustkrebs ist längst bekannt. Obwohl Prostatakrebs, für den die blaue Schleife steht, bei weitem die häufigste Krebserkrankung bei Schweizer Männern ist, hinkt die Sensibilisierung für das Thema jener von Brustkrebs hinterher. Mit den bunten Siloballen soll die wichtige Botschaft der Früherkennung von Brust- und Prostatakrebs an die Bevölkerung herangetragen werden.

In Neuseeland erstmals lanciert

Doch nicht nur das. Gleichzeitig wird Pink Ribbon Schweiz mit Spenden unterstützt. Pro verkaufte Folienrolle erhält die gemeinnützige Organisation drei Euro. Je zu einem Drittel werden diese getragen vom Hersteller Trioplast, dem Schweizer Importeur Aemisegger-Agro und vom verarbeitenden Lohnunternehmen oder Landwirt. Vergangenes Jahr kamen so in der Schweiz 5730 Franken zusammen. Die Firma Trioplast war es auch, die die Aktion mit der pinken Folie 2014 in Neuseeland lancierte. Doch auch im europäischen Raum fand die Idee schnell Anklang. 2015 importierte die Firma Aemisegger-Agro aus Lutzenberg erstmals pinke Folie, die schnell ausverkauft war. Nun ist 2016 die blaue Folie dazugekommen.

Ballen kostet einen Franken mehr

Auch Landwirte aus dem Werdenberg ziehen mit und unterstützen das Projekt, indem sie einen Teil ihres Viehfutters in die farbigen Folien wickeln und etwas für Pink Ribbon und die Forschung im Bereich Prostatakrebs spenden. So zum Beispiel Remo und Mathäus Vetsch aus Salez, auf deren Hof sich bereits viele pinke und blaue Ballen stapeln. Schon mehrfach sei er angesprochen worden, «ob das der neuste Modetrend der Bauern ist», erzählt Mathäus Vetsch. Doch wenn er den Passanten die Sache mit dem Krebs-Projekt erzähle, finden sie es eine gute Sache. Auch er selbst ist dieser Meinung und kaufte dieses Jahr zum ersten Mal pinke und blaue Folie, obwohl ihn so jede Balle rund einen Franken teurer kommt als mit weisser Folie. «Es gibt so viele von Krebs Betroffene, deshalb unterstütze ich dieses Projekt gerne», sagt er und steigt wieder in seinen Traktor, um eine weitere Grassilage-Balle für seine Kühe und Rinder in blaues Plastik zu wickeln.

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