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PFÄFERS: Innige Appelle für die Solidarität mit der Stadt

Die Befürworter der Theatervorlage haben mit feurigen Statements den von der Gegnerschaft geöffneten Stadt-Land-Graben zu schliessen versucht.
Reto Vincenz

Reto Vincenz

redaktion@wundo.ch

Angeführt von Regierungsrat Marc Mächler, appellierten an der Veranstaltung in Päfers mehrere regionale Exponenten an die Solidarität der Sarganserländer und Werdenberger mit dem übrigen Kantonsgebiet und der Stadt.

So ganz der grosse Publi-kumsaufmarsch war es nicht, in Pfäfers. Dort hatte sich mit FDP-Regierungsrat Marc Mächler, den Kantonsräten Jörg Tanner (GLP, Sargans), Valentin Rehli (CVP, Walenstadt), Daniel Gut (SP, Buchs) und Beat Tinner (FDP, Wartau) sowie Südkultur-Präsident Ferdinand Riederer (FDP, Pfäfers) zwar eine sehr illustre Rednerschaft eingefunden, um die am 4. März zur Abstimmung gelangende Theatervorlage zu thematisieren. Weshalb der von der kantonalen FDP mit Unterstützung des überparteilichen Komitees «Ja zum Theater» organisierte Anlass trotzdem nicht auf mehr Resonanz gestossen ist, blieb etwas ein Rätsel. Ein Grund mag gewesen sein, dass es sich mangels einer eingeladenen Gegnerschaft – diese hätte sich in der SVP-Hochburg Sarganserland sicher finden lassen – weniger um eine politische Kontroverse, sondern mehr um eine PR-Veranstaltung der Befürworter handelte. Vielleicht haben sich die Sarganserländer und Werdenberger ihre Meinung aber auch ganz einfach schon gebildet.

Bedarf zur Sanierung ist ausgewiesen

Dem Engagement der Rednerschaft vor Ort taten die etwas tristen Rahmenbedingungen keinerlei Abbruch. Regierungsrat Marc Mächler machte in seinem Basisreferat klar, dass die Sanierung des Theaters in der Stadt – das Referendum gegen die Vorlage hatte die SVP ergriffen – seiner Meinung nach unumgänglich ist. Die dafür veranschlagten 48,6 Millionen seien zwar viel Geld, gestand Mächler ein. Das Theater sei aber vor allem hinter den Kulissen in einem bedenklichen Zustand.

Garderoben, Heizung, Lüftung, Arbeitsplätze, Technik und, und, und… – dass Handlungsbedarf bestehe, sei ausser Zweifel. Gleichzeitig wies Regierungsrat Marc Mächler darauf hin, dass der Kantonsrat das Geschäft einst mit grosser Mehrheit bejaht habe und es auch im Vorfeld seitens der vorbereitenden Kommission keinerlei Kritik an der Höhe des Sanierungsbetrages gegeben habe. Das Theater sei ein wichtiger Standortfaktor und leiste einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Kantons.

In der anschliessenden von Kantonsrat Jens Jäger (FDP, Vilters) moderierten Podiumsdiskussion riefen die verschiedene regional bedeutende Kulturinstitutionen vertretende Exponenten die Bevölkerung im Sarganserland dezidiert zur Solidarität mit der Stadt auf.

Valentin Rehli (Präsident der Freunde Altes Bad Pfäfers), Ferdinand Riederer (Präsident Südkultur), Daniel Gut (Vorstandsmitglied Verein Schloss Werdenberg) und Jörg Tanner betonten unisono, dass der Kanton St. Gallen nur funktioniere, wenn sich die einzelnen Regionen solidarisch untereinander zeigten. Auch im Sarganserland und im Werdenberg profitiere man immer wieder von dieser Haltung, wurde betont. Einerseits, wenn es um die Förderung kultureller Institutionen und Anlässe gehe, andererseits aber auch generell. Genannt wurden etwa vom Kanton unterstützte Förderplattformen wie Südkultur, Beiträge aus dem Lotteriefonds oder Projekte wie Light Ragaz. Darüber hinaus erwähnt wurden aber auch die Taminabrücke oder die Flumserbergstrasse, welche der Kanton übernommen habe und nun laufend saniere.

Kein Konkurrenzkampf der Wahlkreise

Kulturförderung im Kanton sei kein Konkurrenzkampf der Wahlkreise und keine Frage eines Stadt-Land-Grabens, wurde dazu betont. Existierende Angebote seien sehr oft auf die speziellen Bedürfnisse einer Region zugeschnitten. Gehe es um deren Erhalt, sei gegenseitige Solidarität über die Bezirksgrenze hinaus gefragt, hiess es.

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