Paul Schlegel hat sich tatkräftig eingesetzt

Paul Schlegel hat genug Ausgabe vom 20. Juni 2015 Die Mutter aller Niederlagen Ausgabe vom 17. Juni 2015 Abfuhr für Seveler Behörde Ausgabe vom 15. Juni 2015

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Über Paul Schlegel ist in sehr kurzer Zeit sehr viel ausgeschüttet worden. Er ist durch die bekannten Ereignisse sehr tief gefallen.

Der Druck auf Paul Schlegel wurde so gross, dass er den Rücktritt als Kantonsrat und die Kandidatur für den Nationalrat bekanntgeben musste. Obwohl ich in keiner Art und Weise mit Paul Schlegel verbunden bin, bedauere ich diese menschliche Tragödie, die Paul Schlegel durch sein Verhalten entstanden ist.

Das Gute und die geleistete Arbeit werden in so einem Moment sofort ausgeblendet und vergessen, und das ist schade, aber leider in vielen Fällen so. Als einfacher Arbeiter hat er ein sehr grosses Beziehungsnetz aufbauen können. Er hat sich tatkräftig nicht nur für seinen beruflichen Aufstieg, sondern auch für die Politik und damit für die Allgemeinheit und insbesondere für den Kanton St. Gallen, unsere Region und die Expo 2027 eingesetzt.

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. So ist es auch mit den Fehlern. Nur wer nichts riskiert, macht keine Fehler. Damit ist uns aber auch nicht geholfen. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, ein Risiko einzugehen und etwas aufzubauen. Es braucht auch in Zukunft Unternehmer, die bereit sind, mit Leib und Seele und mit der ganzen Kraft für ihr Unternehmen zu kämpfen, um auch in schwierigen Zeiten bestehen zu können.

Damit ist die Schweiz, unser Heimatland, stark geworden und hat ihre Unabhängigkeit bewahren können. Es braucht aber auch das Verständnis des Umfeldes, dass leider Fehler passieren können. Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern über die Ehebrecherin: «Wer von Euch ohne Sünde (Fehler) ist, werfe als erster einen Stein.»

Ich wünsche Paul Schlegel die Ruhe und die Kraft, die er nun für sein Unternehmen braucht. Ich hoffe für ihn, dass er seine Arbeit gut meistern und wieder positiv in seine Zukunft blicken kann.

Josef Lenherr, Feld 9, 9473 Gams

Ist Frieden möglich?

Friede ist ein schönes Beispiel dafür, wie unendlich viel komplexer die Realität ist als die Theorie. Ein Grund für den Krieg ist der Wachstumsdruck der Natur: Wer sich nicht wehrt, wird vom andern gefressen. Auch der zweite Grund liegt in der Natur begründet: Der Konkurrenzkampf ist der Motor der Evolution. Ohne ihn steht die Evolution still.

Der dritte Grund ist die Lust des Mannes am Kämpfen (z. B. Stierkämpfe, Fechten, Schwingen). Kämpfen hat für den Mann den gleichen Stellenwert wie die Sexualität und ist auch eng mit ihr verbunden. Noch reizvoller ist der gemeinsame Kampf (z. B. Fussball, Militär).

Er befriedigt die fundamentalen Bedürfnisse nach Gemeinsamkeit und Gleichheit (Uniform).

Angesichts dieser erdrückenden Gründe für den Krieg scheint der Friede eine Illusion zu sein. Ein Argument gegen diese Resignation schöpfe ich aus mir selbst. Die Lust am Kämpfen ist bei mir nicht vorhanden. Danach verspüre ich so wenig Bedürfnis wie nach einer geistigen Behinderung. Die Lust am Kämpfen ist also kein Naturgesetz. Die Frage ist, ob der Mann je umerzogen werden kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Christian Roth, Moosweg 11 9470 Buchs

Infrastrukturaufgaben – wie weiter

Wer die Gemeinde-News von der Gemeinderatssitzung vom 15. Juni 2015 liesst, bekommt einen guten Eindruck, was die anstehenden Herausforderungen in der Gemeinde Sevelen sind. Es ist auch der Unbill des Gemeinderates am Volksentscheid für die beiden Vorlagen (Standort Betagtenheim und Strassenraumgestaltung) zu spüren.

Lieber Gemeinderat, seid nicht verbittert, sondern nehmt den Entscheid der Seveler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger als Chance und als Steilpass.

Die beiden Themen Brandmeldeanlage Altersheim Gärbi sowie Sanierung Schulhaus Rans zeigen deutlich auf, dass es nun endlich an der Zeit ist, eine Langfriststrategie für den Unterhalt der Immobilien, die Entwicklung der Immobilien und der notwendigen Platzressourcen über alle Bereiche an die Hand zu nehmen.

Die Pflästerlipolitik und das Leben von der Hand in den Mund sollte zugunsten von Strategie und überlegtem, vorausschauendem Denken und Handeln aufgegeben werden. Auch der Entscheid für den Standort Büelriet solltet ihr als Chance sehen, denn damit könnten sowohl allfällige Platzprobleme im Rathaus, Standorte für die Feuerwehr, Probelokal für die Musikgesellschaft und weitere Vereine, die im Zinslihof Unterschlupf gefunden haben, angedacht und langfristige, nachhaltige Lösungen gefunden werden.

Die Bürgerinnen und Bürger haben Euch den Spielraum nicht verbaut, sondern ermöglichen, langfristige und übergeordnete Lösungen zu denken und anzugehen.

Hubert Hämmerle Bahnhofstrasse 35, 9475 Sevelen