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Paul Rechsteiner tritt 2019 wieder an

St. Gallen Eine erste wichtige Personalie in der St. Galler Politik ist geklärt: SP-Ständerat Paul Rechsteiner tritt bei den nationalen Wahlen vom Oktober 2019 erneut an. Dies gibt der 65-Jährige im Exklusivinterview mit unserer Zeitung bekannt. Rechsteiner politisiert seit 32 Jahren im Bundeshaus. 1986 wurde der damals 33-jährige Stadtsanktgaller erstmals in den Nationalrat gewählt. Seit 2011 vertritt er zusammen mit FDP-Kollegin Karin Keller-Sutter den Kanton St. Gallen in der kleinen Kammer.

Rechsteiner begründet seinen Entscheid primär mit anstehenden verkehrspolitischen Weichenstellungen, die für die Ostschweiz von grosser Bedeutung seien. «St. Gallen braucht starke Stimmen in Bern», sagt Rechsteiner. Karin Keller und er seien ein eingespieltes Team, das ein breites Interessenspektrum abbilde. «Doch wenn es um St. Gallen geht, ziehen wir am selben Strick».Die Ostschweiz sei in der Vergangenheit mehrfach nicht berücksichtigt worden, wenn es um zentrale Infrastrukturprojekte gegangen sei. Ein starkes Duo im Ständerat sei wichtig, um zusammen mit dem Kanton Gegendruck aufzubauen, so Rech- steiner.

Nicht mehr Präsident des SGB

Mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur lanciert Paul Rechsteiner den Kampf um die beiden St. Galler Sitze im Stöckli. Klar scheint: Sollte Karin Keller-Sutter in der Zwischenzeit nicht in den Bundesrat gewählt werden, dürfte auch die FDP-Frau in den nächsten Wahlen wieder antreten. CVP und SVP, die beiden anderen grossen Parteien im Kanton, müssten in diesem Fall gegen zwei Bisherige, die zudem auffallend gut harmonieren, in den Ring steigen. Noch ist nicht klar, auf welche Köpfe diese Parteien setzen. Gleichzeitig mit seiner erneuten Kandidatur für den Ständerat gibt Paul Rechsteiner den Rücktritt als Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) per Ende 2018 bekannt. (ssm/rw)9

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