Patriotische und kalkulierte Liebe?

So meint es Toni Brunner: «Die SVP steht zur Schweiz. Sie will, dass die Schweiz Schweiz bleibt. Die anderen Parteien haben die Schweiz aufgegeben.

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So meint es Toni Brunner: «Die SVP steht zur Schweiz. Sie will, dass die Schweiz Schweiz bleibt. Die anderen Parteien haben die Schweiz aufgegeben.» Einzig die SVPler als Patrioten? Es beschleicht mich ein mulmiges Gefühl, wenn ich unsere Landesfahne mit dem weissen Kreuz auf rotem Grund hisse: Betreibe ich bereits Wahlkampf für die SVP? Mit dem Schlagwort «Aus Liebe zur Schweiz» zieht auch die FDP in den Herbstwahlkampf, es ist offenbar eine freisinnige Replik auf den volksparteiischen Patriotismus.

Meine Liebe zur Schweiz gehört einem Land, das sich weder exklusiv und ausländerfeindlich noch rein kapitalistisch-wirtschaftlich versteht, sondern in einem liberalen und sozialen, politisch und kulturell offenem Umfeld sich entwickelt, das weder vor der Globalisierung die Augen verschliesst noch deren Gefahren verkennt: National-konservative Ein-Igelung verspielt unsere Tradition, die Ausrichtung auf rein kapitalistische Interessen zerstört Gesellschaft und Umwelt.

Aus Liebe zur Schweiz trete ich als Linker ein für eine aktuelle und moderne Schweiz, zum Beispiel mit einer effektiven Klima-Politik, wissend, dass das Welt-Wetter nicht an den Landesgrenzen halt macht, und aus Liebe zur Schweiz setze ich mich ein für eine aktive Umwelt, Energie- und Raumordnungspolitik – was von SVP wie FDP gemeinsam als wirtschaftsfeindlich bekämpft wird. (Vgl. das Umweltrating der Umweltverbände www.umwelt.ch)

Eine offene und tolerante Gesellschaft ist nicht eingegrenzt auf die Exklusivität eines ererbten roten Passes, sondern stellt sich als Aufgabe und Baustelle unserer Zukunft. Und vor allem ist mir klar, dass die Zukunft der Schweiz im Herzen Europas nur im Rahmen eines demokratischeren und hoffentlich auch ökologischeren und sozialeren Europa gesichert werden kann. Europa ist jetzt schon ein Garant für Menschenrechte und gesellschaftliche Integration: Kein vernünftiger Mensch kann wünschen, dass wir zurückfallen in die Nationalismen des 20. Jahrhunderts mit ihren Grenzen und Kriegen!

Fremdenfeindlichkeit und Europahass der SVP führen unser Land in eine innen- wie aussenpolitische Sackgasse! Der hauchdünne Erfolg der Masseneinwanderungshysterie – psychologisch verständlich, aber wirtschaftlich unsinnig und politisch nicht umsetzbar – hat verspätet die Wirtschaft aufgeschreckt und hat im laufenden Wahlkampf die FDP zu ihrer millionenschweren «Liebeskampagne» aufgeweckt! Wie es scheint, erfolgreich. Eine der Folgen eines Rechtsrutsches wird der Abschied von der Energiewende sein, eine verbremste Umwelt- und Energiepolitik, die eigentlich diesen Namen nicht mehr verdient, eine Unterordnung von Staat und Politik unter die Wirtschaftsinteressen, Stillstand oder sogar Abbau des sozialen Sicherheitsnetzes und der Bankenkontrolle.

Es gibt aber jenseits der Eingrenzung der Politik auf bilaterale, kapitalistische Vorteile und über das national-patriotische Fahnenschwingen hinaus eine andere Liebe zur Schweiz. Diese besteht nicht aus Heimatschutz für Sonderinteressen und feiert sich nicht in nostalgischen Geschichtsmythen, sondern stellt sich engagiert den gesellschaftlichen und ökologischen Gegenwartsproblemen: Eine Politik, welche weiss, dass Volkswohl und Wirtschaftsinteressen nicht dasselbe sind, und die Demokratie und Ethik höher bewertet als Wirtschaftsinteressen und Privilegienschutz.

Otto Ackermann

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David Imper in den Nationalrat

Da ich einige Jahre im Werdenberg gewohnt habe und mich insbesondere auch dem Spital Grabs bis heute eng verbunden fühle, erlaube ich mir diese Wahlempfehlung.

David Imper, Familienvater mit zwei Kindern und selbständiger Geologe mit eigener Unternehmung, war 15 Jahre im Kantonsrat in der CVP-Fraktion mit viel Herzblut tätig. Dort wurde er dank seines verantwortungsbewussten, ausdauernden, lösungsorientierten und integren Auftretens über die Parteigrenzen geschätzt. Oft erschien er als «Architekt» von Lösungen komplexer Probleme. Finanzpolitisches Wissen hat er in sechsjähriger Tätigkeit in der Finanzkommission unter Beweis gestellt. David Imper hat die Tektonikarena Sardona ins Unesco-Welterbe geführt. Das gelungene St. Galler Kantonalturnfest 2015 hat er als OK-Präsident mit ermöglicht. David Imper setzt sich seit Jahren äusserst engagiert als Politiker und Bürger für seine Heimat ein. Das wird er auch als Nationalrat für unseren ganzen Kanton St. Gallen und sicher auch für das Werdenberg und Toggenburg so machen. Deshalb lautet sein Wahlslogan: «Eine starke Stimme für lebendige Regionen». Ich bitte Sie, David Imper, Liste 3.10, bei der Nationalratswahl mit Ihrer Stimme zu unterstützen.

Dr. med. Thomas Warzinek Facharzt Urologie

Kantonsarzt

8887 Mels