Patientenzahl auf 6400 Personen angestiegen

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Region Die Psychiatrie-Dienste Süd legen für das Jahr 2016 ein positives Rechnungsergebnis vor. Es bringt zum Ausdruck, dass die Verlagerung von der stationären hin zur ambulanten Behandlung im Rahmen der geltenden Finanzierungsmodelle möglich und machbar ist, wie die Psychiatrie-Dienste Süd in ihrer Mitteilung schreiben. Entscheidend für diesen Umstand ist die im Kanton St. Gallen eingeführte ambulante Leistungsfinanzierung, die sicherstellt, dass die im kantonalen Versorgungsbericht Psychiatrie gesetzten Versorgungs- und Ausbauziele sukzessive erreicht werden können.

Das Wachstum hält an

Auch im vergangenen Jahr kann das anhaltende Wachstum in der ambulanten Leistungserbringung festgestellt werden, steht weiter in der Mitteilung. Es ­unterstreicht die zunehmende Bedeutung der drei regionalen Psychiatrie-Zentren in Heerbrugg, Trübbach und Uznach/Rapperswil-Jona, die eine wohnortnahe Versorgung gewährleisten und eine Behandlung im unmittelbaren Lebensumfeld der Patienten ermöglichen. Zudem können die erweiterten Bedürfnisse der Patienten in Erfahrung gebracht werden, bedarfsgerechte Innovationen generiert und somit Angebotslücken geschlossen werden. Die Anzahl behandelter Patienten ist in allen drei Psychiatrie-Zentren auf gesamthaft rund 6400 angestiegen. Deutlich zugenommen haben auch die tagesklinischen Behandlungen. Mit gezielt weiterentwickelten differenzierten Therapieprogrammen kann den Patienten und ihren unterschiedlichen Krankheits­situationen und individuellen Möglichkeiten besser Rechnung getragen werden, steht weiter in der Mitteilung.

Behandlung zu Hause nimmt weiter zu

Der Ausbau der ambulanten Leistungen wirkt sich zunehmend kompensatorisch auf die Nachfrage nach stationären Leistungen aus. 2016 ist die Zahl der stationär behandelten Patienten, wie schon im Vorjahr, mit insgesamt 1273 Eintritten in die Klinik St. Pirminsberg nahezu konstant geblieben. Wird die ausserkantonale Leistungsnachfrage nicht miteingerechnet, ist gar ein Rückgang an Behandlungstagen festzustellen. Die angestrebte Ver­lagerung der Behandlungsleistungen vom stationären ins ambulante Setting greift. Mit dazu beigetragen hat auch die aufsuchende Behandlung und Pflege bei den Patienten zu Hause, deren Bedeutung weiter zunimmt. (pd)