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Parteilose Gemeinderäte sind auf dem Vormarsch

Ein Vergleich der Gemeindewahlen von 2008, 2012 und 2016 zeigt, dass Parteilose gute Wahlchancen haben. Die Zahl ihrer Mandatsträger hat sich verdoppelt.
Heini Schwendener
Bei Wahlen in den Gemeinden verliert die Parteizugehörigkeit an Bedeutung. (Bild: Hannes Thalmann)

Bei Wahlen in den Gemeinden verliert die Parteizugehörigkeit an Bedeutung. (Bild: Hannes Thalmann)

Um früher in Behörden gewählt zu werden, war es wichtig, der richtigen Partei und auch der richtigen Religion anzugehören. Später spielte dann die Religionszugehörigkeit eine immer geringere Rolle. Und inzwischen ist selbst die Parteizugehörigkeit bei Gemeindewahlen nicht mehr der wichtigste Faktor. Zunehmend achtet das Wahlvolk offenbar auf die Persönlichkeit und die Qualifikationen der Kandidierenden.

Das vergrössert auch die Wahlmöglichkeiten für Parteilose. Bei den Gemeindewahlen 2008 gab es im Kreis Werdenberg fünf parteilose Gemeinderäte, Gemeinde- oder Schulpräsidenten, 2012 waren es acht und ab 2017 sind es mit zehn gar doppelt so viele wie vor acht Jahren. Ausserdem werden Parteilose künftig zwei Gemeindepräsidien (Sevelen, Sennwald) und zwei Schulratspräsidien (Wartau, Sennwald) besetzen. Für zwei Schulratspräsidien stehen noch zweite Wahlgänge bevor.

Parteilose in Sennwald und Wildhaus-Alt St. Johann

Auch im benachbarten Toggenburg, in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, sind – wie in Sennwald – der Gemeindepräsident und die Schulratspräsidentin, nicht Mitglieder einer Partei. Wenn also die Parteilosen als Mandatsträger bei Gemeinde- und Stadträten im Vormarsch sind, so muss es auf der anderen Seite auch Parteien geben, die zwischen den Wahlen 2008 und 2016 Mandate verloren haben.

Am stärksten vom Rückgang betroffen ist die FDP, die 2008 sowie 2012 noch 14 Mandatsträgerinnen und Mandatsträger hatte. Derzeit – vor den zweiten Wahlgängen in Sevelen, Gams und Grabs – sind es noch zehn. Auch die gewählten CVP-Mitglieder in den Gemeinderäten und im Buchser Stadtrat sind weniger geworden, von fünf (2008) auf vier (2012 und ab 2017).

SVP hat noch immer keinen «Chef»

Die SVP, die bezüglich der Wähleranteile zur stärksten Kraft im Werdenberg aufgestiegen ist, stellt ab 2017 in den sechs Gemeinden lediglich einen Stadtrat und drei Gemeinderäte. Vor vier beziehungsweise acht Jahren waren es deren drei gewesen. Und die SVP hat noch immer keinen «Chef», weder in einem Gemeindepräsidium noch in einem Schulratspräsidium. Die SP hatte 2008 im Werdenberg fünf Mandatsträger, 2012 vier und ab 2017 werden es noch vier sein.

In den Präsidien der Werdenberger Gemeinden ist die FDP ab 2017 mit vier Mandaten (Gemeinde Wartau, Schule Sevelen, Schule Buchs, Gemeinde Grabs) wie schon 2012 gleich stark vertreten wie die Parteilosen (Schule Wartau, Gemeinde Sevelen, Gemeinde Sennwald, Schule Sennwald). Zählt man die beiden Parteilosen-Präsidien in Wildhaus-Alt St. Johann noch dazu, dann ist die FDP im W&O-Einzugsgebiet beim «Chef»-Ranking nur noch die Nummer zwei. 2008 stellte die FDP im Sennwalder Gemeinderat noch vier von fünf Leuten, darunter auch den Gemeindepräsidenten. Heute hat die FDP nur noch einen Gemeinderat.

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