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Ostwind setzt auf Digital

Die gedruckten Fahrpläne von Ostwind wird es in Zukunft nicht mehr geben. Grund dafür ist die Verhaltensänderung der Konsumenten, welche immer mehr auf digitale Informationskanäle umsteigen.
Carmina Wälti
Das Ostwindkursbuch gibt es in Zukunft nicht mehr gedruckt, die kleinen, regionalen Busfahrpläne aber schon. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Das Ostwindkursbuch gibt es in Zukunft nicht mehr gedruckt, die kleinen, regionalen Busfahrpläne aber schon. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Der Fahrplan von Ostwind wurde im Dezember 2015 das letzte Mal herausgegeben. Ab dem Fahrplanwechsel vom kommenden 11. Dezember ist also kein aktuelles, dickes Kursbuch mehr erhältlich. Ostwind habe festgestellt, dass die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs vermehrt auf digitale Informationskanäle wie den Online-Fahrplan und Apps setzen. Diese Verhaltensänderung zeige sich in der sinkenden Nachfrage für die Fahrplanbände, begründet Ostwind den Verzicht. Nebst den digitalen Informationskanälen sind weiterhin gedruckte Fahrplanauszüge der einzelnen Transportunternehmen verfügbar, wie etwa der Taschenfahrplan von RTB Rheintal Bus und Bus Sarganserland Werdenberg. Weiterhin gibt es auch das offizielle, kostenpflichtige Kursbuch für die ganze Schweiz.

Grosse Nachfrage nach Mobilitätskursen

Trotzdem könnte dies für ältere Personen ein Problem werden, denn nicht jeder Senior hat ein Handy oder einen Computer – und kennt sich auch noch damit aus. Um sie darauf vorzubereiten, führt Pro Senectute in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Schweiz die Kurse «Mobil sein und bleiben» durch. Hier wird den Senioren alles rund um den Fahrplan und die Billettautomaten erklärt. «Die Nachfrage nach solchen Kursen ist momentan gross», erzählt Gertrud Burtscher von Pro Senectute. Während der Kurse sei schon öfters die Frage nach den Fahrplänen aufgetaucht. «Wir haben Rückmeldungen von Senioren, welche die Abschaffung des Kursplanes bedauern. Er sei viel handlicher gewesen als das grosse Kursbuch», fügt Burtscher hinzu.

Auch Senior Richard Schwendener aus Sevelen bestätigt dies: «Ich finde es sehr schade. Das Kursbuch ist zu dick zum Mitnehmen, und nicht alle Senioren haben ein Handy. Ich habe meines nur selten dabei.» Gerade auch für Senioren, die an das Autofahren gewohnt seien und nun auf öV umsteigen müssen, werde es kompliziert.

Gemäss Beat Tinner, Präsident der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Ostschweiz (Igöv), hat sich die Gemeinschaft nicht gegen die Abschaffung der gedruckten Fahrpläne gewehrt: «Die Fahrpläne sind heute gut elektronisch abrufbar und an jeder Haltestelle auch gut einsehbar.» Zudem sei in den meisten Fällen der Taktfahrplan umgesetzt, das heisst, die Abfahrt ist immer zur gleichen Zeit.

Vorteile der digitalen Informationskanäle

Ostwind empfiehlt die Fahrplanabfragen auf www.ostwind.ch oder jene der Transportunternehmen. Die Fahrpläne der Transportunternehmen werden nun optisch vereinheitlicht, damit der Überblick für die Fahrgäste einfacher wird. Ebenfalls gut geeignet seien die praktischen Apps von SBB, Postauto oder Wemlin von Ostwind. Vorteile seien unter anderem, dass man das Billett rund um die Uhr kaufen kann oder dass Informationen über Baustellen, Unwetter oder Streiks sowie alternative Verbindungen dazu angezeigt werden können. Ausserdem können Bahnhöfe, Haltestellen, Adressen und Sehenswürdigkeiten als Abfahrts- und Ankunftsorte eingegeben werden.

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