Ortsparteien begrüssen die Auswahl

Die Ortsparteien von Grabs freuen sich darüber, dass mit Niggi Lippuner und Diego Forrer bereits zwei Kandidaturen für das Grabser Gemeindepräsidium ab 2017 vorhanden sind. Einigkeit herrscht, dass mit dieser Ausgangslage eine Findungskommission hinfällig ist.

Thomas Schwizer
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Mindestens zwei Kandidaten werden sich am 25. September 2016 zur Wahl für das Grabser Gemeindepräsidium stellen. (Bild: Thomas Schwizer)

Mindestens zwei Kandidaten werden sich am 25. September 2016 zur Wahl für das Grabser Gemeindepräsidium stellen. (Bild: Thomas Schwizer)

GRABS. Anfang September 2015 hat Rudolf Lippuner bekanntgegeben, dass er am 25. September 2016 nach 20 Jahren als Gemeindepräsident nicht zur Wiederwahl antrete.

Frühzeitige Bekanntgabe

Den Reigen der Kandidaten für seine Nachfolge hat Diego Forrer (CVP) eingeleitet. Ende Oktober hat er seinen Rücktritt als Schulratspräsident auf Ablauf der Amtsdauer am 31. Dezember 2016 bekanntgegeben. Gleichzeitig informierte er die Ortsparteien, er stelle sich zur Wahl als Gemeindepräsident.

Die FDP Grabs hat klargemacht, dass sie eine eigene Kandidatur bringen werde, wenn sie eine geeignete Persönlichkeit habe. Ortsparteipräsident Christian Lippuner bestätigt auf Anfrage des W&O, dass die FDP Grabs diese mit Niklaus «Niggi» Lippuner gefunden hat.

Die Präsidentin der SP Grabs, Hildegard Fässler, findet es richtig, dass Diego Forrer «mit offenen Karten» spiele und sein Interesse frühzeitig äusserte. Er habe die Schulgemeinde während einiger Zeit erfolgreich geleitet, kenne die Gemeinde und die Verwaltung gut und habe einen «durchaus gut gefüllten Rucksack für das Amt».

Urs Bolliger von der EVP stimmt ihr zu. Wenn der Einheitsgemeinde zugestimmt werde, helfe es, wenn der künftige Gemeindepräsident die Herausforderungen in der Schulgemeinde kenne, fügt er bei.

Beide kennen Niggi Lippuner zu wenig, um seine Eignung schon beurteilen zu können. Das sagt auch SVP-Präsident Dominic Büchler. Die EVP würde Lippuner gerne «besser kennenlernen», die SVP möchte beide Kandidaten zu einer Befragung einladen. Bei Forrer (CVP) sieht Dominic Büchler die politische Erfahrung als positiv, er habe die Arbeit als Schulpräsident gut gemacht. Die FDP liege aber politisch der SVP näher, fügt er bei.

Alle Parteipräsidenten begrüssen grundsätzlich die Wahl mit Auswahl. Da bereits zwei Kandidaten bekannt seien, erübrige sich eine parteiübergreifende Wahlkommission. Dem stimmt Hildegard Fässler zu. Die SP möchte aber, dass man auch den anderen Parteien eine angemessene Vertretung im Gemeinderat zugesteht– und falls keine Inkorporation zustande kommt auch im Schulrat. Zu einem solchen Gespräch wird sie die Grabser Parteipräsidien, auch auf deren Wunsch hin, einladen.

Ohne Findungskommission

CVP-Präsident Linus Schumacher hätte grundsätzlich eine Findungskommission begrüsst, unter den grösseren Parteien sei darüber aber kein Konsens erzielt worden. Marcel Wessner (Grünliberale) bedauert dies. Zur Parteizugehörigkeit von Diego Forrer (CVP) und Niggi Lippuner (FDP) meint Wessner, dass diese auf kommunaler Ebene nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfe. Hier stehe die Fachkompetenz im Vordergrund, denn es gehe einzig ums Gemeinwohl.

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