Oppliger ist Ständeratskandidat

Die EVP-Kantonalpartei St. Gallen hat am Samstag an ihrer Hauptversammlung Kantonsrat und ETH-Agronom Hans Oppliger (Frümsen) einstimmig als Ständeratskandidat nominiert. Er ist auch Präsident der Kantonalpartei.

Thomas Schwizer
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Hans Oppliger möchte «die christliche Ethik in die Politik einbringen». (Bild: pd)

Hans Oppliger möchte «die christliche Ethik in die Politik einbringen». (Bild: pd)

FRÜMSEN. Mit lediglich zwei Kantonsräten, einer davon ist Hans Oppliger selbst, sind die Chancen eines EVP-Kandidaten für eine Wahl in den Ständerat sicher verschwindend klein. Dennoch hat sich Hans Oppliger für eine Kandidatur bereit erklärt und ist von seiner Partei einstimmig dafür nominiert worden.

Seit 2002 Kantonsrat

Hans Oppliger vertritt seit 2002 den Wahlkreis Werdenberg im Kantonsrat. Zudem leitet er seit drei Jahren die EVP-Kantonalpartei. Der 58-Jährige arbeitet seit 23 Jahren Teilzeit als landwirtschaftlicher Berater und Lehrer am Landwirtschaftlichen Zentrum Rheinhof in Sevelen. Er leitet die kantonale Fachstelle Bienenhaltung und ist in der Öffentlichkeitsarbeit für das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez tätig.

Dabei setzt er sich insbesondere im Bereich der branchenübergreifenden Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Gastronomie ein. Die EVP lobt in einer Mitteilung auch Oppligers Einsatz für die wirtschaftliche Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes und der Randregionen der Schweiz.

Schutz traditioneller Produkte

Zudem verweist sie auf seine Leistungen für den Schutz traditioneller Produkte wie Rheintaler Ribelmais, Sauerkäse/Bloderkäse und St. Galler Bratwurst. Oppliger ist Geschäftsführer des Vereins Rheintaler Ribelmais AOP und des Vereins Sauerkäse/Bloderkäse AOP. Er leitet Seminare für die Schweizerische Hotelfachschule Luzern und Ausbildungsseminare für eine Diplomfachschule in Sargans.

Zudem setzt er sich ein bei Projekten zur Erhaltung der Biodiversität alter Kulturpflanzen. Zu erwähnen ist hier die Sortenvielfalt von Obst, Reben, Edelkastanien und Walnüssen. Er realisierte dabei auch Sortengärten. Weitere Aufgaben von Hans Oppliger sind: Stiftungsrat Dr. Jakob Ambühl-Stiftung (zum Beispiel Förderung der Musikschule Grabserberg), Kantonalvorstand Imkerverband St. Gallen-Appenzell, Präsident Verein Nussdorf Frümsen und Vorstand Gewerbeverein Sennwald.

Internationale Erfahrung

Zudem hat er langjährige Erfahrung aus seiner Zeit, in der er mit seiner Familie in verschiedenen Ländern lebte und wirkte: In England (1982), Bolivien (1982 bis 1985), Pakistan (1986 bis 1990), und ab 1994 als Berater in Polen (bis 1997), in Kosovo (2001/2002), in Aserbaidschan (2003) und in Nordkorea (1997 bis 2003). Deshalb würde sich ihr Ständeratskandidat gerne auch auf nationaler Ebene für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz einsetzen, schreibt die EVP.

Seit dem Jahr 1991 wohnt Hans Oppliger mit seiner Familie (sechs Kinder im Alter von 20 bis 33 Jahren) in Frümsen.

Als seine politischen Engagements nennt er die Standortförderung Kanton St. Gallen und Region Werdenberg, die Versorgungssicherheit und erneuerbare Energien, die Berufsbildung und die Stärkung der Fachhochschulen, den Alpenrhein und die Hochwassersicherheit.

Motto «Mensch vor Profit»

Als Motivation für die Ständeratskandidatur nennt Hans Oppliger den Slogan «Mensch vor Profit». Er möchte die christliche Ethik in die Politik einbringen – und «vorausschauendes Handeln in politischen Entscheiden dank der unabhängigen Politik der EVP».

An ihrer Hauptversammlung zeigte die EVP nochmals ihre Argumente gegen die Präimplantationsdiagnostik auf, die sie als «ersten Schritt in Richtung vermehrter Tötung von unerwünschtem menschlichem Leben» bezeichnet.

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