Ohne Zauber – mit Geschicklichkeit

Die 29. Feuerwehr-Skimeisterschaften von vergangenem Samstag in Wildhaus forderten die Feuerwehrleute bei strahlendem Sonnenschein. Finden die OK-Mitglieder keine Nachfolger, ist nächstes Jahr mit dem geselligen und traditionellen Anlass möglicherweise Schluss.

Christiana Sutter
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WILDHAUS. «Unglaublich, dass das Wetter wieder so schön ist, es war doch wieder Schneefall angesagt», sagte Daniel Künzle, Pressechef des Feuerwehr-Skirennens, erfreut. Und dennoch ziehen sich Wolken über die Veranstaltung, «wenn wir keine Nachfolger für die Organisation finden, werden die 30. Feuerwehr-Skimeisterschaften vom kommenden Winter vermutlich auch die letzten sein». Bis es aber so weit ist, massen sich am Samstag 15 Feuerwehr-Mannschaften aus der Ostschweiz und eine aus dem Kanton Bern an den fünf Posten, die sich vom Oberdorf bis hinauf zum Freienalp-Bord verteilten. Am Abend wurde in der Funi, dem Restaurant im Oberdorf, das erste Mal nicht mit Livemusik gefeiert, sondern mit DJ Andi.

Geschicklichkeit im Schnee

Für die höchstgelegenen Posten im Freienalp-Bord mussten die Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau zuerst mit dem Skilift hochfahren und anschliessend das erste Hindernis, das nicht zum Skirennen zählte, überwinden: eine Fahrt durch den frischen Tiefschnee. Bei OK-Mitglied Martin Näf war der Start zum Skirennen und zum ominösen ersten Geschicklichkeitsspiel, dem Parcours mit dem Sandbecher. Die Feuerwehrleute waren gefordert. Zuerst musste die Situation abgeklärt, dann eine Strategie zurecht gelegt werden, bevor sie einen Becher mit Sand gefüllt durch Slalomstangen tragen mussten. Erschwert wurde das Ganze, indem das Brett an den Ecken mit Seilen fixiert war, welches die Feuerwehrleute festhalten mussten. «Nur ein Team hat es mit einem Versuch geschafft, sonst benötigten alle mehrere Versuche, ohne den Becher auszuschütten», sagte OK-Mitglied Martin Näf. Nachdem diese Übung mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen wurde, ging es zum eigentlichen Skirennen. Das ganze Team musste durch die Tore fahren, die OK-Mitglied Urs Küng ausgesteckt hat. Die Zeit wurde beim letzten genommen. Am Ziel des Skirennens konnten sich die Teams in der Alphütte von Martin Näf bei einem Raclette oder einer Wurst vom Grill erholen. Denn auch die Geselligkeit wird bei diesem Anlass grossgeschrieben. Bedient wurden sie von der einzigen Frau im OK des Anlasses, Barbara Brändle. Der Theorietest war für alle Feuerwehrleute eine Herausforderung. In einer Alphütte, etwas oberhalb des Oberdorfs, wurden die Teams mit Theoriefragen über das Fachwissen, aber auch mit Allgemeinwissen getestet. Ein weiterer praktischer Test erwartete die Teams beim Restaurant Oberdorf. Auf einem Geschicklichkeitsparcours mussten die Teams bei einer einsatzmässigen Personenbergung eine Puppe bewegen. Für viele der Höhepunkt der 29. Feuerwehr-Skimeisterschaften war der Posten des Zauberwürfels. Diese Aufgabe forderte die Männer und die eine Frau aufs Höchste. Denn hier war die räumliche Vorstellungskraft gefragt. OK-Präsident Toni Egli zimmerte Würfel, die aus 27 Holzwürfeln zusammengesetzt werden mussten.

25 Sekunden zum Sieg

Diese waren mit einer «Schwanzschnur» aneinandergeknöpft. Jede Person des Teams erhielt einen Würfel. Die Zeit wurde gestoppt, bei demjenigen, der den Würfel am schnellsten zusammen hatte. «Gerade einmal 25 Sekunden benötigte der Schnellste», sagte OK-Mitglied Heiri Vetsch, der diesen Posten betreute, «der Langsamste brauchte fast fünf Minuten», sagte Vetsch amüsiert.

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