Ohne Smartphones, Tablets und Co. für eine Woche

BUCHS. «Mini Sing» – ein Projekt, das mit Liedern, Drama, Tanz und einer schlagkräftigen Band ein kreativ-musikalisches Erlebnis bietet, greift jedes Jahr ein aktuelles Thema auf, das ganz auf die heranwachsende Generation zugeschnitten, aber auch für Erwachsene spannend und ergreifend ist.

Heidy Beyeler
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Mit «Banana» endet der Auftritt für die Singenden, Musizierenden, Tanzenden, Rezitierenden und alle Helfenden der Mini-Sing-Inszenierung. (Bild: Heidy Beyeler)

Mit «Banana» endet der Auftritt für die Singenden, Musizierenden, Tanzenden, Rezitierenden und alle Helfenden der Mini-Sing-Inszenierung. (Bild: Heidy Beyeler)

BUCHS. «Mini Sing» – ein Projekt, das mit Liedern, Drama, Tanz und einer schlagkräftigen Band ein kreativ-musikalisches Erlebnis bietet, greift jedes Jahr ein aktuelles Thema auf, das ganz auf die heranwachsende Generation zugeschnitten, aber auch für Erwachsene spannend und ergreifend ist. In diesem Jahr steht die Frage im Raum, ob heutzutage ein Leben ohne Smartphones, Tablets, Computer und TV überhaupt denk- und ertragbar wäre. Die Antwort bekommen die Gäste, wenn sie eine der drei bevorstehenden Aufführungen besuchen.

Viel Kreativität steckt drin

Über 50 Kinder und Jugendliche bereiten sich seit Februar auf den grossen Auftritt vor. Die Hauptprobe vom Samstag lässt erkennen, dass die Inszenierung beim Publikum auf grosse Aufmerksamkeit und Spannung stossen wird. Das heurige Programm mit der Bezeichnung «Mini Sing – reloaded» – knüpft an jenes vom vergangenen Jahr an. Damals ging es darum aufzuzeigen, was passiert, wenn all die elektronischen Geräte wegen Stromausfall einige Stunden flachliegen. Die aktuelle Darbietung regt an, die neuen Medien bewusst und gezielt einzusetzen und die Gelegenheiten zu nützen, sich auch anderen Dingen zuzuwenden. Zum Beispiel der Beziehungspflege unter Freunden. Plötzlich stellen die Kinder fest, dass es auch noch etwas anderes gibt als Smartphones, Tablets, Computer und Co.

Das Stück dient nicht dazu, mit dem Zeigefinger die Nutzung dieser Geräte einzuschränken oder gar zu verbieten. Es erinnert daran, dass es auch noch etwas anderes gibt als «SMSle». «Das gilt auch für die Erwachsenen, die mit gutem Beispiel vorangehen können», sagte Kreativleiterin Ursula Eggenberger.

Szenen basieren auf der Realität

Die gespielten Szenen entspringen nicht der Phantasie, sie basieren auf der Realität. Jugendliche bereiten sich auf ein einwöchiges Lager vor, packen ihre sieben Sachen und entdecken auf dem Zettel, dass Handys und Tablets zu Hause bleiben müssen. Eine Situation, welche die Jugendlichen stresst, sie müssen sich aber in das von der Lagerleitung vorgegebene Gebot schicken und auf ihre Geräte für eine Woche verzichten.

Während der Lagerwoche können keine SMS verschickt oder Telefongespräche per Handy geführt werden. Statt SMS zu versenden, werden Texte von Hand auf Postkarten geschrieben. Statt ständig auf dem Smartphone «herumzutöggeln», gibt es plötzlich ausreichend Zeit, um mit den Freunden interessante und aufschlussreiche Gespräche zu führen – ein ganz neues Erlebnis.

Musik, Tanz, Lieder und Gespräche harmonieren mit dem Inhalt der Geschichte. Der Höhepunkt der Darbietung kommt am Schluss und entlässt so das Publikum mit guten Gefühlen, die noch nachhallen.

Die Aufführungen in der Lokremise Buchs von «Mini Sing – reloaded» finden am 25. April um 19 Uhr, am 26. April um 17 Uhr und am 29. April um 18 Uhr statt.