Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Oft wird die Krankheit aus dem Ausland eingeschleppt»

Adrian Lemmermeier

Kanton St. Gallen In einer Schule im Kanton St. Gallen ist eine Lehrperson an Masern erkrankt. Anlass zur Beunruhigung gebe es deswegen nicht, sagt die Kantonsärztin. Die Krankheit dürfe man aber keinesfalls verharm­losen.

Derzeit gibt es gemäss einer gestern verbreiteten Meldung von SRF in der Schweiz sechs bestätigte Fälle von Masern. Auch im Kanton St. Gallen ist eine Person erkrankt. Es handelt sich um eine Lehrperson in einer Primarschule. Das bestätigt Kantonsärztin Danuta Reinholz auf Anfrage. «Derzeit müssen drei Schulkinder und vier Erwachsene 21 Tage zu Hause bleiben, weil die ­Chance besteht, dass sie wegen mangelndem Impfschutz mit Masernviren infiziert wurden», sagt Reinholz weiter.

Weitere Abklärungen seien derzeit im Gange. Bei einigen Personen im privaten Umfeld der betroffenen Person habe man nachträglich impfen können. «Das ist möglich, wenn der Kontakt mit der erkrankten Person vor weniger als 72 Stunden erfolgt ist.»

Kein grosser Grund zur Beunruhigung

Einen Grund zur Beunruhigung sieht die Kantonsärztin wegen des Masernfalles nicht. «Wir haben alle Leute, die davon betroffen sein könnten, informiert», sagt Reinholz. «Wer nichts vom Gesundheitsdepartement gehört hat, braucht keine Ansteckung zu fürchten.»

Die Masern seien als ansteckende Krankheit aber keinesfalls zu verharmlosen, sagt Reinholz. «Das Virus kann zu einer Lungenentzündung oder einer Hirnhautentzündung führen.» Wieso aber gibt es derzeit häufiger Fälle von Masern? «Oft wird die Krankheit aus dem Ausland eingeschleppt», sagt Reinholz. «Es ist vielfach ein Nachbeben der Sommerferien.»

«Bei Kindern vergisst man die zweite Impfung»

In der Schweiz wird die Masernimpfung im Impfplan offiziell empfohlen, es besteht jedoch kein Impfzwang. Das Problem sei weniger, dass sich die Leute nicht impfen lassen wollten, sagt Reinholz. Die Impfungen gingen in vielen Fällen schlicht vergessen. «Gerade bei Kindern vergisst man gerne die zweite Impfung. Erst sie garantiert langfristigen Schutz, so die Kantonsärztin ­weiter.

Adrian Lemmermeier

redaktion@wundo.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.