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OBERTOGGENBURG/GRABS: «Nicht erpresst, sondern hart verhandelt»

Die Ortsgemeinde Grabs habe ihr Bahnunternehmen «praktisch erpresst», sagte Mélanie Eppenberger, Verwaltungsratspräsidentin der Toggenburg Bergbahnen AG, im Interview. Die Ortsgemeinde weist diesen Vorwurf vehement zurück.
Thomas Schwizer
Rechts zweigt die Piste auf die Ostabfahrt ab, für welche die Ortsgemeinde Grabs als Landeigentümerin der Toggenburg Bergbahnen AG ein Durchfahrtsrecht gewährt. (Bild: Christiana Sutter)

Rechts zweigt die Piste auf die Ostabfahrt ab, für welche die Ortsgemeinde Grabs als Landeigentümerin der Toggenburg Bergbahnen AG ein Durchfahrtsrecht gewährt. (Bild: Christiana Sutter)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Mélanie Eppenberger, Verwaltungsratspräsidentin der Toggenburg Bergbahnen AG (TBB), wirft im Interview mit unserer Zeitung vom 21. Dezember der Gemeinde Grabs vor, die TBB 2015 «praktisch erpresst» zu haben.

Die TBB habe damals mit dem Verwaltungsrat der Bergbahnen Wildhaus das Gespräch gesucht. Die TBB seien dabei bereit gewesen für eine Mediation, stellte Eppenberger im Interview fest. Dabei seien sie «praktisch erpresst» worden. «Die Gemeinde Grabs hat uns die Ostabfahrt gekündigt, das Durchfahrtsrecht gestrichen. So kam es, dass wir damals dem Tarifverbund für weitere vier Jahre zustimmten», sagte sie im Interview. Just jenen Tarifverbund zwischen ihrem Unternehmen und den Bergbahnen Wildhaus AG (BBW), der Ende der Wintersaison 2017/2019 ausläuft und aus Sicht der TBB klar zu ihrem wirtschaftlichem Nachteil ausgestaltet ist.

«Ich weise den Vorwurf klar zurück»

Hans Sturzenegger, Präsident der Ortsgemeinde Grabs als Landbesitzerin der Ostabfahrt, weist den Erpressungsvorwurf von Mélanie Eppenberger vehement zurück. Sturzenegger vertritt die Ortsgemeinde Grabs als Besitzerin eines grossen Teils des Landes im Gebiet der Bergbahnen Wildhaus im Verwaltungsrat der BBW. Die Ortsgemeinde habe das 2018 auslaufende Durchfahrtsrecht gekündigt, um es neu zu verhandeln. Er spricht von harten Verhandlungen, die damals im Rahmen der Mediation geführt worden seien. Man habe den Toggenburg Bergbahnen beim Durchleitungsrecht das selbe Angebot gemacht wie den Bergbahnen Wildhaus. Dabei sei es der Ortsgemeinde als Landbesitzerin immer darum gegangen, für die Zukunft «eine Lösung erwirken zu können, die im Interesse der ganzen Region Obertoggenburg ist». Denn für dieses Tourismusgebiet seien erfolgreiche Bergbahnen wirtschaftlich ausserordentlich wichtig.

Aus diesem Grund hätte die Ortsgemeinde am liebsten eine Lösung gehabt, welche den Tarifverbund langfristig sichern würde. Das sei aber leider nicht möglich gewesen. Letztlich sei es gelungen, in den Verhandlungen zumindest eine Laufzeit des Winter-Tarifverbundes bis Ende der Saison 2018/2019 zu erreichen. Das Durchfahrtsrecht habe die Ortsgemeinde für eine wesentlich längere Laufzeit gewährt.

«Nach harten Verhandlungen geeinigt»

Den Ausdruck Erpressung, den Mélanie Eppenberger in diesem Zusammenhang brauchte, sei ganz klar unzutreffend, lautet Hans Sturzeneggers Fazit. «Richtig ist: Wir haben uns nach langen und harten Verhandlungen im Interesse der ganzen Region auf die jetzige Lösung geeinigt», sagt er auf Anfrage unserer Zeitung.

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