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OBERSCHAN: Zwei Leidenschaften

Zwei Vollblutpolitiker und ein Bauer, der beim Brennen von Hochprozentigem immer «Hühnerhautgefühle» hat, prägten den Sessionshöck der CVP Werdenberg.
Heini Schwendener
Gastgeber Markus Gabathuler erklärt seine Brennerei.

Gastgeber Markus Gabathuler erklärt seine Brennerei.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Den Büelsteihof in Oberschan hat sich die CVP für ihren Sessions­höck ausgesucht. Eine gute Wahl, denn die Parteimitglieder, die aus dem Werdenberg und dem Sarganserland angereist waren, erlebten eine interessante Führung in der Schnapsbrennerei der Familie Markus und Karin Gabathuler, sie konnten Edelbrände degustieren und nach einem feinen Plättli mit den beiden Nationalräten Thomas Ammann (Rüthi) und Jakob Büchler (Maseltrangen) über ­aktuelle politische Themen diskutieren.

«Wenn das Feuer knistert und es blubbert …»

Der Büelsteihof ist ein stark diversifizierter Landwirtschaftsbetrieb, wie Markus Gabathuler bei seiner Begrüssung erklärte. Neben der traditionellen Landwirtschaft (Milchkühe, Jungvieh, Alpwirtschaft und Ackerbau) spielt die Direktvermarktung eine wichtige Rolle. Was die Obstbäume auf Gabathulers Land hergeben, wird in der Brennerei zu Hochprozentigem verarbeitet. «Wenn das Feuer knistert, wenn es blubbert und sich die Aromen entfalten, dann kommen Hühnerhaut­gefühle auf», erklärte Gabathuler bei der Führung durch sein «Reich», die Brennerei. Seine Leidenschaft fürs Brennen manifestierte dann auch die riesige Auswahl von Edelbränden, die im Degustationsraum zur Auswahl standen. Bei Edelbrandprämierungen heimste er dafür schon Auszeichnungen ein.

Unter anderem beispiels­weise für seinen Cassislikör. ­Entdeckt in der grossen Vielfalt hat ihn Nationalrat Jakob Büchler, der freudig seinen Parteifreunden mitteilte: «Schaut, da gibt es vielleicht sogar einen Bundesrats­likör.» Sicherheitshalber machte er schon mal ein Handyfoto. Mit dem Stichwort Cassis war auch gleich der Bogen gespannt zum politischen Teil der Veranstaltung im gemütlichen Büelstei­cheller. Dabei war auch die bevorstehende Bundesratswahl ein Thema.

Moderiert wurde das lockere Gespräch mit den beiden St. Galler Nationalräten von Barbara Dürr, CVP-Kantonsrätin aus Gams. Jakob Büchler, Nationalrat seit 2003, und Thomas Ammann, Nationalrat seit 2015, zeigten mit Sach- und Fachwissen sowie mit engagierten Voten, dass ihre Leidenschaft für Politik jener des Gastgebers für die Schnapsbrennerei in nichts nachsteht. Ammann machte mit guten Argumenten Werbung für ein ­doppeltes Ja zu den beiden Vor­lagen zur Altersvorsorge, über die in rund drei Wochen abgestimmt wird. Büchler, selber Landwirt, votierte für ein Ja zur Vorlage über die Ernährungs­sicherheit.

Die beiden Bundesparlamentarier stellten nicht in Abrede, dass die Abstimmungsvorlagen auch Angriffsflächen bieten. In der Politik sei es aber wichtig, mittels Absprachen mit anderen Parteien und mittels Kompromissen ausgewogene und mehrheitsfähige Pakete zu schnüren, um an der Urne überhaupt eine Chance zu haben.

Vorfreude auf die Wahl in den Bundesrat

Ammann freut sich auf die Bundesratswahlen und die Hearings im Vorfeld mit den Kandidierenden: «Die Wahl der Landesregierung ist schon ein besonderer Moment.» Büchler erklärte, warum die Ostschweiz nicht stärker für eine eigene Kandidatur gekämpft habe: «Eine Einer-Vakanz in Zwischenjahren lässt kaum Spielraum offen.» In dieser Si­tua­tion gar den FDP-Sitz anzugreifen, hätte somit leicht ein Eigengoal werden können.

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