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OBERRIET/SENNWALD: Herzblut für Blasmusik und Jugend

Am Samstag ging die zweite Ausgabe des kantonalen Jugendprojekts «one day – one band – one concert» über die Bühne. Dabei haben sich Jugendliche aus dem ganzen Kanton St.Gallen getroffen.
Michael Kohler
An einem Tag eine grosse Leistung vollbracht: junge Musiker aus dem ganzen Kanton. (Bild: Michael Kohler)

An einem Tag eine grosse Leistung vollbracht: junge Musiker aus dem ganzen Kanton. (Bild: Michael Kohler)

Michael Kohler

redaktion

@wundo.ch

Vor vier Jahren hat das Ressort ­Jugend des St. Galler Blasmusik­verbandes nach einem Projekt speziell für die St. Galler Jugend gesucht. Es sollte ein kurzes Format mit einem klaren musika­lischen Ziel sein und möglichst viele Jugendliche im Kanton ansprechen. Der Aargauische Musikverband lieferte eine plausible Vorlage. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse der St. Galler Blasmusikjugend entwickelte sich das Projekt «one day – one band – one concert», erstmals umgesetzt wurde es im Jahr 2015. Während eines Tages sollen sich Jugend­liche aus dem ganzen Kanton treffen, zusammen ein Korps bilden, ein Konzertprogramm einstudieren und noch gleichentags aufführen – der Projektname ist Programm.

Eine enorme Leistung aller Beteiligten

Nach der zweiten Ausgabe des Jugendprojekts am vergangenen Wochenende ist sich Projektleiter Roland Wohlwend sicher, dass sich das Format etabliert hat: «Bereits die erste Durchführung vor zwei Jahren war ein voller Erfolg. Seither wurden ein paar Details optimiert, ansonsten wurde alles beim Alten belassen. Getreu dem Motto ‹Never change a running system›.» 55 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 22 Jahren haben sich am Wochenende in Oberriet zusammengefunden, um fünf Konzertstücke einzustudieren – zuerst in Register- und anschliessend in Gesamtproben. Dabei sei das Ziel, «keine komplett über- oder unterforderten Teilnehmer im Korps zu haben». Entsprechend ist das Repertoire aufgrund des Alters der Teilnehmenden, der Besetzung und Wohlwends persönlicher Erfahrung als Musiklehrer, Dirigent und Musikant in der 3. Stärkeklasse ge­wählt worden. Wohlwend nimmt dabei nicht nur die Rolle des Projektleiters ein, auch führt er persönlich den Taktstock am Abschlusskonzert.

«Mit viel Elan und Einsatz­bereitschaft haben die Teilnehmer die fünf Musikstücke ein­studiert», zieht Roland Wohlwend nach dem Projekttag am Samstag sein Fazit. Der grosse Applaus am Ende des Tages habe gezeigt, dass die Leistung der Jugendlichen an diesem Tag enorm gewesen sei. Und nicht nur von ihnen: Nebst Wohlwend standen weitere fünf Registerleiter im Einsatz. Sie alle würden sich «sehr für die Jugend einsetzen», zeigte sich Wohlwend dankbar: «Es steckt viel Herzblut dahinter.»

Im Wechsel mit dem «Kantonalen»

Die Vorbereitungsarbeiten für ein eintägiges Projekt wie dieses ­seien sehr aufwendig. Aber stimmen denn Aufwand und Ertrag am Ende? «Es ist immer die Frage, was man als Aufwand und Ertrag bezeichnet», relativiert Wohlwend. Ziele gebe es mehrere: zum einen die Möglichkeit der Vernetzung von Jungmusikanten, zum anderen die Chance, im Blattspiel besser zu werden. «Nicht zuletzt ist aber mein ­grosses Ziel die Förderung der Blasmusikjugend in unserem Kanton.»

Ganz im Sinne dieser Jugendförderung findet das Projekt im Wechsel mit dem kantonalen ­Jugendmusiktreffen im Zwei-­Jahres-Rhythmus statt. Folglich soll «one day – one band – one concert» im Jahr 2019 wieder durchgeführt werden. «Definitiv da­rüber entschieden wird aber erst nach der Auswertung des nun durchgeführten Projekts», erklärt Wohlwend die Strategie des Ressorts Jugend des SGBV.»

Natürlich schränke die kurze Dauer des Projekts «one day – one band – one concert» die Länge und das Niveau des Abschlusskonzerts ein: «Wer sich mehrere Tage einem Konzertprogramm vertieft widmen will und kann, meldet sich für ein Lager an.» Die Stärke des Tagesprojekts sei allerdings, dort anzusetzen, wo ein Lagerbesuch aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich sei. «Viele Jugendliche haben schlicht nicht die Möglichkeit, während der Lehrzeit eine Ferienwoche für ein Musiklager des SGBV zu opfern, wodurch wir mit unserem Projekt einen coolen Ersatz bieten», so Wohlwend.

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