Nur zehn Gemeinden im Minus

Die St. Galler Gemeinden haben im Jahr 2014 einen Ertragsüberschuss von 88,5 Millionen Franken erzielt. Damit liegt der Überschuss um mehr als das Doppelte über dem Vorjahr (Vorjahr: 39,6 Mio. Franken). Zurückzuführen ist diese deutliche Zunahme auf verbesserte Erträge gegenüber dem Vorjahr.

Merken
Drucken
Teilen

Die St. Galler Gemeinden haben im Jahr 2014 einen Ertragsüberschuss von 88,5 Millionen Franken erzielt. Damit liegt der Überschuss um mehr als das Doppelte über dem Vorjahr (Vorjahr: 39,6 Mio. Franken). Zurückzuführen ist diese deutliche Zunahme auf verbesserte Erträge gegenüber dem Vorjahr. Es handelt sich dabei um die höchste Zunahme seit über zehn Jahren. Nur 10 von 77 Gemeinden mussten einen Aufwandüberschuss («Verlust») von insgesamt 3,7 Mio. Franken decken. Im Vorjahr waren es 23 Gemeinden.

Investitionen selber gedeckt

Nach zwei Jahren mit in der Bewertung relativ geringem Selbstfinanzierungsgrad (Vorjahr: 91,1 Prozent, 2012: 111,5 Prozent) ist dieser Wert im Berichtsjahr wieder deutlich auf 140,4 Prozent angestiegen. Die Gemeinden haben somit im Jahr 2014 ihre Nettoinvestitionen wieder vollständig mit ihren erwirtschafteten Mitteln gedeckt. Im Fünfjahresdurchschnitt hat der Selbstfinanzierungsgrad hingegen mit 125,5 Prozent nochmals leicht abgenommen.

Tiefste Nettoschuld seit 1988

Die Nettoschuld pro Einwohner ist 2014 auf den tiefsten Wert seit 1988 gesunken und liegt mit 1010 Franken nur noch knapp im vierstelligen Bereich (Vorjahr: 1225 Franken). Im Vergleich zum höchsten Wert von 3629 Franken im 1999 also deutlich weniger.

Parallel dazu hat sich auch die Nettoschuld in Steuerprozenten von 66,4 Prozent im Vorjahr auf aktuell 52,1 Steuerprozent reduziert. Im Berichtsjahr verfügen mit 37 von 77 Gemeinden knapp die Hälfte aller Gemeinden über ein Vermögen. (sta/wo)