Nur pure Milch wird in Restaurants selten bestellt

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Gemäss dem kantonalen Verband Gastro St. Gallen gibt es keine Vorschrift, in der Getränkekarte ein Glas Milch anzubieten. Brigitte Meier vom Verband teilt mit: «Jeder Gastronom kann frei bestimmen, was er in seine Getränkekarte aufnimmt. Entscheide fallen wohl nach Produktenachfrage.» Sie denke aber, dass Milchgetränke einen hohen Stellenwert hätten, diese seien jedoch über Ovomaltine, Schokolade oder Frappés zu finden.

Bei Gastrosuisse in Zürich heisst es: «Der Ausschank von Rohmilch ist grundsätzlich verboten. Möchte ein Gastronom dies trotzdem tun, muss er die Milch durch den kantonalen Chemiker prüfen lassen.» Und auch Gastro Suisse werde solche Betriebe vermehrt überprüfen. Es stimme wohl, dass man in den Getränkekarten der rund 3000 Gastrobetriebe in der Schweiz «das Glas kalte Milch» nicht immer finde. Niemals werde es aber auf den Frühstückbuffets fehlen.

Wie sieht es in den Gaststätten aus? Auf Nachfrage bestätigen die Café Conditorei Wanger in Buchs sowie die Hotel Restaurants Schäfli und Zollhaus in Gams, dass sie in ihrer Getränkekarte «kalte oder warme Milch» aufführen. Im Hotel Restaurant Buchserhof in Buchs wird bestätigt, dass unter Milchgetränken kalte und warme Milch neben acht Milchgetränken aufgeführt seien. Allerdings stellen alle Gastronomen fest, dass pure Milch eher selten verlangt werde. (sf)