Notunterkünfte in Betrieb

Seit gestern dient eine Zivilschutzanlage in St. Margrethen als Notunterkunft für Asylbewerber. Auch in Mels, Sevelen, Sennwald und Grabs ist man für eine Notunterbringung bereit.

Thomas Schwizer
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RHEINTAL-WERDENBERG. Die Gemeinden seien bereit für die sich abzeichnende Notaufnahme von Asylbewerbern, sagte am Montag Beat Tinner, Präsident der St. Galler Gemeindepräsidentenvereinigung. Bereits beweisen sie das in der Praxis.

Die Zivilschutzanlage (ZSA) Rosenberg diene seit gestern Dienstag als Notunterkunft, teilte die Gemeinde St. Margrethen gegen Abend mit. Schon am Nachmittag waren 14 Personen hier einquartiert, alleinstehende männliche Flüchtlinge aus Kriegsgebieten. Für maximal 60 Personen habe es Platz. Die Betreuung übernehmen die örtliche Zivilschutzorganisation und die Kantonspolizei.

Da die Bundesempfangszentren voll belegt sind, braucht es vor allem in der Region Sarganserland-Werdenberg rasch Notunterkünfte für Asylbewerber, die im Bahnhof Buchs eintreffen. Derzeit sind es rund 30 pro Tag, die Tendenz ist steigend.

Bereits heute Mittwoch geht die ZSA in Mels in Betrieb. Als Notunterkunft bereit ist auch die ZSA Stampf in Sevelen, teilte der dortige Gemeinderat gestern abend mit. Zivilschützer sorgen zusammen mit der Gemeinde für geordnete Abläufe, Betreuung und Verpflegung. Die ZSA beim Berufs- und Weiterbildungszentrum in Buchs nimmt bereits seit einigen Tagen kurzfristig Asylbewerber auf, die spätabends am Bahnhof Buchs eintreffen. Sie werden rasch in andere Notunterkünfte verlegt. Ebenfalls vorbereitet wird die Zivilschutzanlage beim Altersheim Forstegg in der Gemeinde Sennwald, als weiterer «Puffer» eine Zivilschutzanlage in Grabs.