Nordumfahrung statt Pflästerlipolitik

Die Seveler Bürgerschaft hat am Wochenende an der Urne die vom Kanton und dem Gemeinderat geplante Strassenraumgestaltung am nördlichen Dorfeingang deutlich abgelehnt.

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Die Seveler Bürgerschaft hat am Wochenende an der Urne die vom Kanton und dem Gemeinderat geplante Strassenraumgestaltung am nördlichen Dorfeingang deutlich abgelehnt. Meines Erachtens ist das ein klares Zeichen und eine Chance dafür, dass Sevelen endlich eine ganzheitliche Verkehr- und Strassengestaltung braucht und nicht eine kleinräumige und teure «Pflästerlipolitik».

Die eigentlichen Verkehrs-Problemzonen sind die Quartierstrassen, so unter anderem die Guscha- und Arinstrasse, aber auch die Bahnhofstrasse, wo sich die wachsenden Verkehrsströme ins nördliche Industrie-Gebiet tagtäglich in unzumutbarem Ausmass durchzwängen und dabei die Anwohner und insbesondere die Kinder auf dem Schulweg akut gefährden.

Es ist nun an der Zeit, dass sich alle massgebenden Kräfte in Sevelen zusammentun und sich gemeinsam für eine finanziell tragfähige und allseits befriedigende Verkehrserschliessung der Industriezone am Dorfrand einsetzen. Eine Nordumfahrung östlich der Bahnlinie wäre eine sinnvolle und dringend notwendige Massnahme, die das Dorfzentrum und die Quartierstrassen massgebend entlasten und zur Sicherheit aller Strassenraumteilnehmer beitragen würde. Mit gutem Willen und vereinter Überzeugungskraft müsste es eigentlich möglich werden, dass im Einvernehmen mit den SBB und dem Kanton eine für die gesamte Seveler Bevölkerung entlastende Dorfumfahrung zu realisieren und damit gleichzeitig teils auch die gefährlichen Bahnübergänge aufzuheben. Die umliegenden Gemeinden verfügen übrigens bereits seit Jahren über vier bis fünf SBB-Unter- oder Überführungen; eine zweite in Sevelen wäre kein Luxus, sondern eine zwingende Notwendigkeit.

Willi Fenk

Im Rietli 4, 9475 Sevelen