Noch keine Zukunftslösung gefunden

Eine neue Struktur zur Vermarktung der Tourismusdestination Werdenberg wird seit einiger Zeit gesucht – ist aber noch nicht gefunden. Deshalb führt der Verein Persönlichkeit Werdenberg weiter die Regie, und die Gemeinden zahlen auch im Jahr 2016 mit.

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Ruedi Lippuner, Präsident Persönlichkeit Werdenberg, Geschäftsführer René Lenherr-Fend und der Buchser Gemeinderat August Wehrli (von rechts) suchen weiter nach einer in Zukunft tragfähigen Struktur für die Tourismusdestination Werdenberg. (Bild: Silvia Frick)

Ruedi Lippuner, Präsident Persönlichkeit Werdenberg, Geschäftsführer René Lenherr-Fend und der Buchser Gemeinderat August Wehrli (von rechts) suchen weiter nach einer in Zukunft tragfähigen Struktur für die Tourismusdestination Werdenberg. (Bild: Silvia Frick)

BUCHS. Rudolf Lippuner, Gemeindepräsident von Grabs und Präsident des Vereins Persönlichkeit Werdenberg, durfte guten Mutes feststellen, dass an der Mitgliederversammlung vom Donnerstagabend im «Buchserhof» rund 20 Interessierte teilnahmen. Die meisten von ihnen waren wohl vor allem interessiert an einer guten Lösungen für die Zukunft der Tourismusvermarktung in der Region.

Noch keine neue Trägerschaft

Bekanntlich muss seit diesem Jahr die touristische «Ergänzungsdestination» Werdenberg auf den früheren Kantonsbeitrag von 40 000 Franken verzichten, auch weil eine Kooperation mit benachbarten grösseren Tourismusdestinationen aus verschiedenen Gründen gescheitert ist. Auch die Bemühungen für eine neue regionale Trägerschaft, an der sich die touristischen Leistungserbringer aktiv und mit der finanziellen Abgeltung von Grund- oder Zusatzleistungen beteiligen sollten, haben bisher nicht gefruchtet. Leider sei keine Vorstandsmitarbeit signalisiert worden, und aus ihren provisorisch angebotenen finanziellen Mitteln könnte Tourismus Werdenberg vorerst nicht geführt werden», sagte Lippuner auf eine Frage aus der Versammlung.

Deshalb hätten sich die Mitgliedgemeinden bereit erklärt, für das Jahr 2016 noch einmal einen Pro-Kopf-Beitrag von drei Franken pro Einwohner beizubehalten. Daneben tragen die Mitglieder mit 20 Franken und die juristischen Personen mit 100 Franken Mitgliederbeitrag ihr Scherflein bei.

Lösung mit Schloss angestrebt

Der Verein Persönlichkeit Werdenberg, der neben anderen Aufgaben auch die touristische Vermarktung betreut, wünscht sich, dass der Verein Schloss Werdenberg als starker Imageträger der Region den Leistungsauftrag der Tourist Info Werdenberg, mit Büro am Eingang des Städtchens, übernehmen würde.

Doch noch sehe man nicht klar, wie das «Management» von Schloss Werdenberg weitergeführt werde und ob es teilweise als Mandat vergeben werde, erfuhr man an der Mitgliederversammlung. Letzteres wäre für den Verein Persönlichkeit Werdenberg keine erfreuliche Basis. Bis anhin konnten beispielsweise Stellvertreter-Funktionen der beiden Vereine gegenseitig gelöst worden. Ein externes Mandat würde das schwieriger machen, hiess es am Donnerstagabend. Die Diskussion über eine Übernahme des Büros der Tourist Info durch den Verein Schloss Werdenberg werde aber weitergeführt.

Gute finanzielle Situation

Vorerst werden die sechs Mitgliedgemeinden die touristische Vermarktung der Region noch ein weiteres Jahr massgeblich finanzieren. Noch sieht die Jahresrechnung des Vereins Persönlichkeit Werdenberg gut aus. Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 17 652 Franken ab.

«Die momentan betreuten Aufgaben wie Kultur, Human Powered Mobility (Wandern, Biken), Golfplatz Gams, Agro-Tourismus und Culinarium laufen gut und verursachen keine speziellen Kosten», gab Präsident Rudolf Lippuner bekannt. (sf)