Noch 670 Meter bis Malbun

Die neue, asphaltierte Zufahrtsstrasse zum Buchser Berghaus Malbun konnte gestern kurz nach ihrer Fertigstellung offiziell eingeweiht und dem Verkehr übergeben werden.

Hansruedi Rohrer
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Als erstes Auto befährt der Bus der RTB die soeben eröffnete Zufahrtsstrasse Malbun.

Als erstes Auto befährt der Bus der RTB die soeben eröffnete Zufahrtsstrasse Malbun.

BUCHS. Kurz nach dem Abzweiger «Belwittirangg» sind es nur noch 670 neue Strassenmeter, auf denen das Berghaus Malbun bequem und ohne grosse Steigung angefahren werden kann. Die Ortsgemeinde Buchs ist Bauherrin. Präsident Heini Senn sprach von einem denkwürdigen Augenblick, als man zusammen mit Behördevertretern von Stadt und Ortsgemeinde und Mitarbeitenden der ausführenden Baufirma Implenia AG sowie des Busunternehmens Rheintalbus (RTB) das Band durchschnitt.

Schranke bei alter Strasse

Somit wurde der Weg für alle freigegeben. Knapp 300 Meter lang ist zudem das bestehende und befahrene Strassenstück, welches verbreitert und saniert wurde; unmittelbar schliesst sich die neue öffentliche Strasse daran an. Die neue Zufahrt ist also fast einen Kilometer lang. Die alte Zufahrtsstrasse wird mit einer Schranke versehen und darf nur noch während der Alpzeit mit einer Bewilligung befahren werden. Somit wird der Lebensraum der Tiere dort nicht mehr unnötig gestört. Ausserdem wird durch den Rückbau des letzten Teils der alten Zufahrtsstrasse mehr Alpweide gewonnen, als für die neue Strasse überhaupt Platz gebraucht wurde.

Rückblick des Bauchefs

Diese gewonnene, gute Situation für die Öffentlichkeit war dem Ortsverwaltungsrat bei der Einweihung ein Mittagessen für die Gäste im Berghaus wert. Kurt Rüeger, Bauchef des Ortsverwaltungsrates der Ortsgemeinde, blickte kurz auf die Entstehungsgeschichte der Strasse zurück (Der W&O berichtete). Der Verwaltungsrat der Ortsgemeinde entschied Anfang des Jahres 2013, die Zufahrt zum Berghaus Malbun zu sanieren oder zu ersetzen. Schliesslich entschied man sich für einen Neubau und holte nebst dem Projektierungskredit im März des letzten Jahres im März dieses Jahres auch den Baukredit (1,4 Mio. Franken) von den Bürgern.

Kurt Rüeger dankte allen Verantwortlichen für das gute Gelingen der neuen Zufahrt. Vor allem erwähnte er «den besten Baggerführer der Alpennordseite, der so schonungsvoll mit der Alpweide umgegangen ist.» Am Schluss der Bauarbeiten habe das Wetterglück die Arbeitenden aber noch im falschen Moment im Stich gelassen. «Dadurch mussten die Belagsarbeiten unter widerlichen Verhältnissen durchgeführt werden.»

Beim Abzweiger «Belwitirangg» wird das Band durchschnitten und die Strasse freigegeben, in der Mitte Ortsgemeindepräsident Heini Senn. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Beim Abzweiger «Belwitirangg» wird das Band durchschnitten und die Strasse freigegeben, in der Mitte Ortsgemeindepräsident Heini Senn. (Bilder: Hansruedi Rohrer)