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Niggi Lippuner im ersten Anlauf

Mit 26 Stimmen über dem absoluten Mehr ist Niggi Lippuner gestern als neuer Grabser Gemeindepräsident gewählt worden. Für das Schulpräsidium fehlten André Fernandez lediglich 31 Stimmen.
Thomas Schwizer
Etwas unter und etwas über den eigenen Erwartungen: Jeanette Mösli Koch (links) und der neue Gemeindepräsident Niggi Lippuner.

Etwas unter und etwas über den eigenen Erwartungen: Jeanette Mösli Koch (links) und der neue Gemeindepräsident Niggi Lippuner.

Die Ausgangslage mit je drei Kandidierenden für das Gemeinde- und das Schulpräsidium war spannend. Deshalb war offen, ob diese beiden Führungsämter in Grabs bereits im 1. Wahlgang besetzt werden könnten. Die Antworten lauten: Das Gemeindepräsidium knapp ja, das Schulpräsidium knapp nein.

Niggi Lippuner (FDP) zeigte sich dankbar und erfreut darüber, dass er es mit 1276 Stimmen bereits im 1. Wahlgang geschafft hat. Das habe er beim Dreierticket nicht erwarten dürfen. Die Wählerschaft habe ihm das Vertrauen ausgesprochen und honoriert, dass er auf das Amt des Gemeindepräsidenten «hin gearbeitet» habe. Dass er ein anspruchsvolles Amt antrete, sei ihm schon bei der Kandidatur bewusst gewesen, macht Lippuner deutlich.

Kandidaten erlebten den Wahlkampf als sehr fair

Dankbar zeigt sich der neugewählte Gemeindepräsident dafür, dass der Umgang unter den Kandidierenden sehr fair gewesen sei. So habe Diego Forrer (CVP), der mit 1089 Stimmen 187 zurückliegt, ihm gleich nach Vorliegen des Endresultates gratuliert.

Diego Forrer war sich bewusst, «dass es schwierig wird». Klar sei er ein wenig enttäuscht und hätte das Rennen gerne gewonnen, das auch er als fair erlebte. Möglicherweise habe in Grabs der einheimische und FDP-Kandidat noch immer etwas grössere Chancen als ein «Zugewanderter» und CVP-Mitglied. Sicher habe er in zwölf Jahren als Schulratspräsident Entscheide treffen müssen, die nicht bei allen Betroffenen positiv aufgenommen wurden, ist sich Forrer bewusst, dass er gewisse Stimmen nicht erhalten hat.

Lediglich 31 Stimmen fehlten für André Fernandez

Die CVP stellte in Grabs wie die FDP gleich Kandidaten für das Gemeinde- und das Schulratspräsidium. War das dem Stimmvolk dann doch etwas zu viel? Es sei prioritär eine Persönlichkeitswahl gewesen, finden Diego Forrer und Niggi Lippuner.

Auch André Fernandez als Kandidat für das Schulratspräsidium ist Mitglied der CVP. Er hat den Wahlkampf, in dem mit Jeanette Mösli und Andrea Vetsch zwei Mitbewerberinnen antraten, als sehr fair und zumindest vordergründig nicht parteibezogen erfahren. Das sei auch positiv so, «denn wir wollen ja alle gleich gut wie bisher für unser Dorf zusammenarbeiten», hält er fest.

Fernandez hat mit 1169 Stimmen lediglich 31 Stimmen zu wenig erreicht für das absolute Mehr – und damit für die erfolgreiche Wahl als Schulratspräsident in der neuen Einheitsgemeinde Grabs. Jeanette Mösli Koch (FDP) lag mit 761 schon 408 Stimmen hinter ihm zurück, die parteilose Andrea Vetsch kam auf 463 Stimmen.

Werden die beiden Mitkandidatinnen für das Schulpräsidium angesichts des Rückstandes auf Fernandez im 2. Wahlgang nochmals antreten? Sowohl Mösli Koch als auch Vetsch liessen das gestern auf Anfrage des W&O noch offen. Beide wollen ihr Resultat analysieren, Mösli Koch auch mit ihrer Partei, und dann entscheiden. Auch wenn sie auf den ersten Blick deutlich zurückliegen, hätten die beiden Frauen gemeinsam etwas mehr Stimmen als dieser gesammelt, ist dabei auch ein Gedanke bei der FDP. Andrea Vetsch ist dankbar für die 463 Stimmen, «obwohl man mich in Grabs nicht so gut kannte und ich keine Partei im Rücken hatte».

Ein Schulratssitz bleibt vorderhand noch offen

Einen 2. Wahlgang wird es auch für den dritten Sitz im Schulrat geben. Hier wurden Brigitte Tinner-Schmid (FDP) mit 1663 Stimmen und Daniel Reich-Savadee (parteilos) mit 1250 Stimmen gewählt. Haris Hadrivic (SP, 1045) fehlten dagegen 5 Stimmen zum absoluten Mehr.

Dafür schaffte es mit Katrin Schulthess-Nogler eine SP-Kandidatin mit 15 Stimmen über dem absoluten Mehr neu in den Gemeinderat. Neben der Bisherigen Katharina Gächter (EVP) wurden als weitere neue Gemeinderatsmitglieder gewählt: Karin Blümli (FDP) mit 1712 Stimmen, Daniel Saluz (parteilos) mit 1619 und Marcel Wessner (GLP) mit 1279 Stimmen.

Diego Forrer (links) gratuliert André Fernandez zum guten Ergebnis bei den Wahlen für das Schulratspräsidium, wo er nur knapp unter dem absoluten Mehr blieb. (Bilder: Thomas Schwizer)

Diego Forrer (links) gratuliert André Fernandez zum guten Ergebnis bei den Wahlen für das Schulratspräsidium, wo er nur knapp unter dem absoluten Mehr blieb. (Bilder: Thomas Schwizer)

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