Nicht nur von offiziellen Listen

Die Gemeinderats- und Gemeindepräsidentenwahlen in Sevelen sind zwar von vielen Kandidierenden geprägt, doch sind es auch die Richtigen?

Daniel Engler, Veltur 35, Sevelen
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Die Gemeinderats- und Gemeindepräsidentenwahlen in Sevelen sind zwar von vielen Kandidierenden geprägt, doch sind es auch die Richtigen?

Der amtierende Gemeindepräsident betont, es laufe doch gut in Sevelen und er habe viel erreicht. Doch wieso läuft es in Sevelen gut? Wegen der Projekte, die der Gemeinderat und der Gemeindepräsident aufgegleist haben? Oder weil die Bürgerinnen und Bürger von Sevelen diese Vorlagen samt und sonders an der Urne versenkt haben? Der Gemeindepräsident betonte speziell bei den letzten versenkten Vorlagen im Abstimmungskampf, dass diese Vorlagen im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurden.

Dies führt mich zum Gegenkandidaten ums Gemeindepräsidium. Er will vieles anders machen. Doch wieso tat er dies nicht schon als Gemeinderat? Wieso gab es einstimmige Entscheide zu so umstrittenen Projekten? Und dann sagt er am Podium noch, dass er eine offene und ehrliche Kommunikation pflege. Da musste ich die SVP Sevelen bei der Gemeinderatswahl letztes Jahr leider ganz anders kennen lernen.

Somit gibt es für mich nur eine Lösung. Keinem der Antretenden die Stimme zu geben, sondern einen Namen zu notieren, den ich wirklich gerne in diesem Amt sehen würde. Und dies empfehle ich auch allen anderen unzufriedenen Bürgerinnen und Bürgern zu tun.

Wichtig ist, dass der Wahlzettel am 25. September nicht leer abgegeben wird, sondern ein alternativer Name notiert wird, damit es einen Einfluss auf das absolute Mehr hat und wer weiss, vielleicht kristallisiert sich sogar ein ganz anderer Name heraus.

Dasselbe gilt übrigens auch für den Gemeinderat. Vielleicht kann dann endlich an einer konstruktiven Lösung für das Restaurant Drei Könige und den Gemeindesaal gearbeitet werden und es kommt bei weiteren «unmöglichen» Projekten plötzlich zu erstaunlich schnellen und kostengünstigen Varianten.

Eine Frau für Sennwald

Mit Susi Domenig stellt sich eine ausgewiesene Frau im männerdominierten Gemeinderat für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Sie hat in den letzten Jahren bewiesen, erfolgreich die Geschicke unserer Gemeinde mitzuprägen. Mit ihrer juristischen Ausbildung und der späteren Weiterbildung an der HSG in verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen wird sie auch in Zukunft eine fachliche Stütze für die richtigen Entscheidungen des Rates sein.

Als Mutter von 2 Kindern sind Susi Domenig ebenso die sozialen, gesellschaftlichen Aspekte ein wichtiges Anliegen. Dies zeigt sich in ihrem Einsatz für unsere älteren und gesellschaftlich benachteiligten Mitmenschen. So engagiert sie sich mit ihrem ausgeprägten sozialen Verständnis als Führungsmitglied im Pflegeheim Werdenberg, bei den Sozialen Diensten Werdenberg und bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb).

Mit Susi Domenig im künftigen Gemeinderat soll Sennwald mit seinen 5 Dörfern weiterhin eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleiben.

Darum geben auch Sie wieder Susi Domenig für eine erfolgreiche Amtsperiode Ihre Stimme.

Initiative ist eine Bevormundung

Die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» fordert einen grünen Wirtschaftskreislauf bis 2050. Bis dahin müsste die Schweiz ihren Ressourcenverbrauch um 65 Prozent senken. Obwohl die Vorlage auf den ersten Blick modisch daherkommt, wäre dies ein radikaler Einschnitt in das Konsumverhalten der Schweizer Bürger. Eine Bevormundung in Lebensbereichen wie Mobilität, Wohnkomfort bis hin zum Essverhalten wäre die Folge.

Die Idee spricht von sogenannten lenkungsorientierten Umweltabgaben. Für den Mittelstand würden Nahrungsmittel und Miete massiv teurer, Reisen für viele gar unerschwinglich. Solch ein extremer, erzwungener Kulturwandel wäre eine masslose Einschränkung der individuellen Freiheiten in unserem Land. Dazu kommt des Weiteren, dass die föderale Ordnung der Schweiz angegriffen würde. Kompetenzen der Kantone müssten auf Bundesebene verlagert werden, Hand in Hand mit einem neuen, dafür nötigen Bürokratieapparat.

Eine neue Regulierungswelle untergrübe mit ihren Verboten und Vorschriften den Wettbewerb und die wirtschaftliche Innovation. Die Säulen des Schweizer Wohlstands sind einmal mehr gefährdet, genauso wie Arbeitsplätze und Unternehmen. Der Werkplatz Schweiz ist regelmässig weltweit Spitzenreiter, wenn es darum geht, Ökonomie und Ökologie unter einen Hut zu bringen. In Sachen Recycling ist die Schweiz ein internationales Vorzeigebild. Kein anderes Land hat derart wirtschaftshemmende Auflagen, wie diese Initiative fordert. Die Schweizer Wettbewerbsfähigkeit steht auf dem Spiel.

Die Schweiz wird ihren ökologischen Weg auch ohne unzumutbare Bevormundung der Bürger und Gefährdung des Wohlstandes machen. Angesichts dieser höchst überrissenen Vorlage empfehle ich die Initiative «Grüne Wirtschaft» klar zur Ablehnung.