Nicht nur steuerfussorientiert betrachten

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Um erfreuliche 750000 Franken, statt der budgetierten 117000, schloss die Rechnung 2016 der Gemeinde Wartau ab (der W&O berichtete). Vom Ergebnis werden 500000 Franken als Vorfinanzierung für den Neubau Schulhaus Feld verwendet. Die restlichen 250000 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen, das neu 2,015 Mio. Franken beträgt.

Der Voranschlag der Einheitsgemeinde sieht für 2017 einen Ertragsüberschuss von 290000 Franken vor. Neben den ordentlichen Abschreibungen von 2,96 Mio. Franken sind zusätzliche Abschreibungen von 500000 Franken budgetiert. Als Investitionen in Schulanlagen stehen 2017 die letzten Sanierungsarbeiten am Oberstufenzentrum Seidenbaum und die ­Sanierung der Turnhalle Seidenbaum (bewilligter Kredit von 2,15 Mio. Franken) an. Bei den Investitionen im Bereich Sport sind die Gemeindebeiträge von 600000 Franken an den Bühnenanbau OZ Seidenbaum und von 250000 Franken an ein neues Vereinsgebäude des FC Trübbach enthalten.

Die Kennzahlen zeigen, dass die Gemeinde Wartau (inklusive Schule) im Jahr 2016 die Verschuldung weiter senken konnte auf 11,1 Mio. Franken. 2014 hatte sie noch 16,4 Mio. betragen.

Gemeindepräsident Beat Tinner verweist in seinem Vorwort zu den Jahresrechnungen auf die Chance und Herausforderung, mit der Einheitsgemeinde gemeinsam in die Zukunft zu blicken, diese zu planen und anzugehen. In der politischen Diskussion sei es entscheidend, wegzukommen von der am Steuerfuss orientierten Betrachtung, die ausser Unfrieden nicht viel bringe. Der geplante Neubau der Schulanlage Feld werde wegen der Amortisationslasten den Finanzhaus während zwei Jahrzehnten belasten. Dank attraktiver langfristiger Zinsen seien die Zinskosten dafür vernachlässigbar. (ts)