Neuer Verein leistet Taxidienste für Kleintiere

Im September haben zwei Tierschützerinnen für die Region Sarganserland-Werdenberg und Rheintal den Verein Kleintierrettung gegründet.

Hanspeter Thurnherr
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Dank dem Verein Kleintierrettung werden aufgefundene kranke oder verletzte Tiere von Freiwilligen zum Arzt gefahren. (Bild: Jörg Sarbach/KEY)

Dank dem Verein Kleintierrettung werden aufgefundene kranke oder verletzte Tiere von Freiwilligen zum Arzt gefahren. (Bild: Jörg Sarbach/KEY)

«Im Tierschutz aktive Freiwillige und Tierhalter haben uns immer wieder zu verstehen gegeben: Schade, dass es kein Kleintiertaxi gibt», erklärt Karin Bosshard aus dem schaffhausischen Ramsen, warum sie zusammen mit Vivianne Lareida aus Vilters den Verein Kleintierrettung gegründet haben. Die beiden Freundinnen kennen sich bereits aus der Zeit, als Karin Bosshard noch in Bad Ragaz wohnte. «Bis heute mussten sich Tierhalter und Tierschützer selber organisieren, wenn ein verletztes, hilfsbedürftiges oder aufgefundenes Kleintier zum Tierarzt, zur Auffangstation oder ins Tierheim gebracht werden musste», ergänzt Bosshard.

Auch kleine Wildtiere werden abgeholt

Damit ist nun Schluss. Dank der telefonischen Anlaufstelle können seit Anfang Oktober in solchen Fällen Freiwillige aufgeboten werden, welche die Transporte übernehmen. Mit Kleintieren sind Tiere bis zur Grösse eines Hundes gemeint. Für grössere Tiere gibt es in der Region den Grosstier-Rettungsdienst Schweiz und Liechtenstein mit einem Stützpunkt in Vaduz. Auch Wildtiere wie (Greif-)Vögel, Enten, Schwäne und Igel können im Notfall durch die Kleintierrettung abgeholt werden. Nicht aber Fuchs, Marder, Rehe, Hirsche oder ähnliche Tiere. «Vom Gesetz her sind in solchen Fällen die Polizei oder die Wildhüter zuständig», erklärt Karin Bosshard. Nach Möglichkeit und wenn Kapazität vorhanden ist, kann die Kleintierrettung auch für private Tiertransporte genutzt werden.

Auf Freiwillige und Spenden angewiesen

«Wir haben im Frühling begonnen, den Verein aufzugleisen. Wir haben Freiwillige organisiert und mit Flyer für den Verein zu werben begonnen. Wir fanden schliesslich fast ein Dutzend Freiwillige. Genug, um starten zu können. Wir sind nun in der Lage, den Dienst in der Telefonzentrale abzudecken und den Fahrdienst zu leisten. In den letzten Tagen haben sich dank Medienberichten weitere Interessenten für eine mögliche Mitarbeit gemeldet. Wie die meisten Tierschutzprojekte ist auch der Verein auf Spenden angewiesen. Weitere Freiwillige sind gesucht, soll doch möglichst bald ein 24-Stunden-Pikettdienst abgedeckt werden können. Zudem sind auch aktive Vereinsmitglieder willkommen.

Kontakt: Telefon 078 638 55 11 (8 bis 20 Uhr), www.kleintierrettung.ch