Neue Statuten für Bibliothek Buchs

Die neuen Statuten machen es möglich: Die Gemeindebibliothek Buchs heisst nun «Bibliothek Buchs». Heidi Graf-Schudel wechselt von der nun aufgelösten Bibliothekskommission in den Vorstand.

Reto Neurauter
Merken
Drucken
Teilen
Sabina Altermatt las aus ihrem Kriminalroman «Jagdgeflüster», der im Engadin spielt und sich um eine Gemse und einen Erschossenen dreht. (Bild: Reto Neurauter)

Sabina Altermatt las aus ihrem Kriminalroman «Jagdgeflüster», der im Engadin spielt und sich um eine Gemse und einen Erschossenen dreht. (Bild: Reto Neurauter)

BUCHS. Dass die Statuten erneuert werden müssen, sei an der Zeit gewesen, so Alois Bischof, seit einem Jahr Präsident der Bibliothek Buchs, an der Hauptversammlung am Freitagabend im fabriggli. So hat der Name gewechselt: von Gemeindebibliothek Buchs zu Bibliothek Buchs. «Aufgehoben wird auch die Bibliothekskommission, die in den letzten Jahren nur noch aus zwei Mitgliedern (statt fünf) bestand», so Bischof.

Das Wissen geht aber nicht ganz verloren: Heidi Graf-Schudel (Buchs) war elf Jahre Mitglied der Bibliothekskommission, und die Versammlung wählte sie in den Vorstand. Kurt Gabathuler (Fontnas) – fünf Jahre in der Bibliothekskommission – dagegen trat zurück. Beide erhielten ein Geschenk für ihre wertvolle Mitarbeit, auch für diejenige an den neuen Statuten.

Genehmigt wurden dann diese Statuten einstimmig, nachdem ein Antrag aus der Mitte der Versammlung mit wenigen Gegenstimmen gutgeheissen wurde. Dieser verlangte, dass pro registrierte Mitgliedschaft (vor allem bei Ehepaaren und Familien) mehr als ein Stimmrecht zulässig ist.

Attraktiv bleiben

Nicht nur die Statutenrevision habe den Vorstand im vergangenen Jahr beschäftigt, so Bischof. Tarife und Benutzerordnung wurden revidiert, die Umstellung auf einen externen Web-Server erfolgte, und an den Sitzungen wurde auch über Ideen und Visionen diskutiert. «Wir wollen die Bibliothek attraktiv erhalten und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit stärken», so Bischof, «zudem die Wünsche der Leserschaft erkunden, und wenn möglich beachten».

Dass das schon bisher klappte, zeigt, dass die Ausleihen gegenüber 2014 leicht angestiegen sind. «Sogar stark zugenommen haben die digitalen Ausleihen», so Bibliotheksleiterin Christina Gartmann. Zum Jahresende habe der Medienbestand aus 17 160 Einheiten (vor allem Bücher) bestanden. Mit 85 578 Ausleihungen sei dieser sozusagen fünfmal umgesetzt worden, so Gartmann. Insgesamt sind 1680 Mitglieder eingeschrieben. Diese Zahlen machten der Bibliothek Buchs nicht nur Freude, so Bischof. Der Bundesrat wolle auf die heute kostenlosen Ausleihen der Bibliotheken eine Verleihsteuer einführen (W&O vom 12. März). «Dagegen müssen wir uns wehren», gibt sich Bischof kämpferisch, «und wir zählen auf die Unterstützung der Politischen Gemeinden.» Die Vernehmlassung dauert bis zum 31. März.

Gewinn statt Verlust

Erfreulich dagegen das Ergebnis der Jahresrechnung, die Kassier Steivan Josty präsentierte. Statt des budgetierten Verlustes von 9125 Franken resultierte ein Gewinn von 812.48 Franken. Neben den Mitgliedern und Gönnern (81 000 Franken) sind es die sechs Politischen Gemeinden, die Ortsgemeinde Buchs und die Katholische Kirchgemeinde Buchs-Grabs, «die mit ihren jährlichen Beiträgen (total 156 575 Franken) helfen, einen optimalen Betrieb zu garantieren», so Bischof.

Spannendes «Jagdgeflüster»

Weniger optimal läuft es derzeit mit der Jagd im Kanton Graubünden. Emotional und gar nicht im Flüsterton geht es zwischen Jägern und Tierschutz bei der Teilrevision des Jagdgesetzes zu und her. Und zusammen mit dem Kanton St. Gallen sollen zwei Jungwölfe aus dem Calandarudel geschossen werden können, mit bundesbehördlicher Bewilligung, und zwar bis Ende März. Alles andere als «Jagdgeflüster». So heisst nämlich der neuste Kriminalroman, aus dem die mehrfach ausgezeichnete Autorin Sabina Altermatt – in Chur geboren und aufgewachsen, heute in Zürich und im Glarnerland wohnhaft – nach der Hauptversammlung las. Darin geht es um Rea. Noch nicht lange als Försterin und allein erziehende Mutter in einem Engadiner Bergdorf lebend, findet sie im Wald die ausgeweidete Leiche des Gemeindepräsidenten. Dieser hat im Vorjahr eine weisse Gämse geschossen, und der Sage nach stirbt, wer eine solche tötet, binnen eines Jahres. Am nächsten Tag wird Reas Forstwart Mario verhaftet; die tödliche Kugel stammt aus seinem Gewehr. Rea glaubt als Einzige an Marios Unschuld, doch dann flieht er und steht plötzlich vor ihrer Tür… und die Blutspur wird immer länger und länger.