Neue Halle für die Schreinerei

Die Schöb AG in Gams baut an der Haagerstrasse eine sechste Halle. Darin wird die Schreinerei untergebracht, die im November 2013 in der Bsetzi abbrannte. Am Donnerstag erfolgte der symbolische Spatenstich.

Hanspeter Thurnherr
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Symbolischer Spatenstich für den Neubau der Schreinerei (von links): Martin Baumgartner, Vetsch Bau AG; Stefan Lenherr, Leiter Schreinerei; Philipp Schöb, Geschäftsleitung; Verwaltungsratspräsident Walter Schöb; Verwaltungsrätin Christine Egger-Schöb sowie CEO Nicola Sanzo. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Symbolischer Spatenstich für den Neubau der Schreinerei (von links): Martin Baumgartner, Vetsch Bau AG; Stefan Lenherr, Leiter Schreinerei; Philipp Schöb, Geschäftsleitung; Verwaltungsratspräsident Walter Schöb; Verwaltungsrätin Christine Egger-Schöb sowie CEO Nicola Sanzo. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GAMS. Am 24. November 2013 brannte in der Bsetzi in Gams die Schreinerei Schöb AG. Dabei entstand ein riesiger Schaden an Gebäude und am Maschinenpark. «Nach langen Überlegungen und Verhandlungen entschlossen wir uns, die Schreinerei an den heutigen Standort des Holzsystembaus an der Haagerstrasse zu verlagern. Dies ist ideal, weil wir hier Synergien nutzen können», sagt Verwaltungsratspräsident Walter Schöb.

Der Entscheid habe aber auch Mut gebraucht. «In der Baubranche ist der Konkurrenzdruck hoch, der Markt gesättigt. Überleben können wir nur, wenn wir die Produktion stetig rationalisieren und innovativ bleiben.» Wie CEO Nicola Sanzo ergänzt, helfe der Firma Schöb auch, dass sie sich in allen Preissegmenten bewege und in der gesamten Schweiz tätig ist. «Die Mehrsprachigkeit hilft uns.» Die Schreinerei sei zudem ein zentraler Bereich und bilde gleichzeitig den Ursprung des 1949 gegründeten Unternehmens.

Die Zukunft sichern

Wie Walter Schöb erklärt, sei es am neuen Standort möglich, die Schreinerei nach dem neuesten Stand der Technik für die Zukunft einzurichten. Gut möglich sei, dass die Zahl von heute 21 Mitarbeitenden der Schreinereiabteilung durch den Neubau zunehme. «Denn am alten Standort waren wir etwas eingegrenzt», sagt Walter Schöb. Der symbolische Spatenstich vom Donnerstag ist das Startzeichen für den Baubeginn der bereits sechsten Halle an der Haagerstrasse.

Zuerst werden nun 355 Pfähle in den Boden gerammt. Der Neubau wird 88 Meter lang und 23 Meter breit. Er wird letztlich eine Produktionsfläche von 2400 Quadratmeter aufweisen. Die Schöb AG investiert für die Halle und den Maschinenpark rund 3,5 Millionen Franken. Die Firma wird nachher über rund 10 500 Quadratmeter Produktions-, Büro- und Lagerfläche verfügen.

Partner halfen überbrücken

«Trotz dieser grossen finanziellen Belastung überwiegt die Freude, denn für die Mitarbeiter wird es schöne, moderne Arbeitsplätze geben», verdeutlicht Walter Schöb. Die Schreinerei konnte aufgrund der Platzverhältnisse und fehlenden Maschinen in den letzten zwei Jahren nicht mehr hundert Prozent produzieren.

Sie war zuletzt provisorisch in der Lagerhalle des Holzsystembaus untergebracht, die Lagerhaltung in ein grosses Lagerzelt ausgelagert. «Aber dank der Hilfe von mehreren Partnern in der Region konnte der Ausfall überbrückt werden. Unsere Mitarbeiter durften zeitweise sogar dort arbeiten oder die Partner übernahmen von uns Aufträge», zeigt sich Schöb über die Unterstützung erfreut. Noch etwas ist bemerkenswert: Die Schöb AG musste in den zwei Jahren keinen einzigen Mitarbeiter entlassen.