Neu diplomiert «im schönsten Beruf der Welt»

Markus Roth
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Die erfolgreichen Diplomandinnen Pflegefachfrau HF aus dem Werdenberg an der Diplomfeier in Sargans. (Bild: Markus Roth)

Die erfolgreichen Diplomandinnen Pflegefachfrau HF aus dem Werdenberg an der Diplomfeier in Sargans. (Bild: Markus Roth)

Sargans 15 Damen erhielten am Freitag am BZSL ihre Diplome als Pflegefachfrauen HF. An der ­Feier ein grosses Thema war die Freude am Beruf. «Ich gratuliere ihnen zur Wahl des schönsten Berufs der Welt», so begann Andrea Koller ihre Diplomrede. Die Ausbildungsverantwortliche der Klinik St. Pirminsberg brachte gleich noch ein Geschenk mit. Die Diplomandinnen konnten in einem ruhigen Augenblick in sich gehen und sollen dieses Gefühl in den Berufsalltag mitnehmen. Andrea Koller gab ihrer eigenen Freude am Beruf der Pflegefachfrau Ausdruck. Der Beruf sei ständig in Bewegung. Sie gab den neuen Pflegefachfrauen HF mit auf den Weg, neugierig zu sein. Neugierig auf die Patienten, aber Neugierde erweitere auch den eigenen Horizont, so Andrea Koller. Aus ihrer eigenen Berufserfahrung ermunterte sie, einen Perspektivenwechsel zu machen und sich zu fragen: wie wäre es, wenn ich dieser Patient wäre? Für die künftige Arbeit in der Pflege gab Andrea Koller den Fachfrauen mit, auch kritische und schräge Gedanken ins Team zu tragen. Mit den erworbenen Werkzeugen und dem Herz gelte es nun, neue Menschen kennen zu lernen und sie in schönen Momenten, aber auch im Leid zu begleiten.

Die 15 Diplomandinnen (ja, es waren keine Männer darunter) gaben mit Einzelvorstellungen und Bildern Einblick in die Eigenschaften aller Damen. Erfrischend und gut gelungen war auch der Film unter dem Motto «Sunshine and Rainfall», der manche Lacher mit sich brachte.

Worte zur Freiheit und Diplomübergabe

Werni Wildhaber, Abteilungsleiter der Gesundheitsberufe am Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarganserland BZSL, machte sich Gedanken zur Freiheit. «Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein» von Jean-Paul Sartre war der Hintergrund für die Erläuterungen von Werni Wildhaber. Es gebe eine informierte Wahl, ohne Informationen entstehe keine Freiheit. Für BZSL-Rektor Franz Anrig ist die Übergabe von Di­plomen an junge Berufsleute immer eine besondere Freude. Der feierliche Höhepunkt jeder Di­plomfeier wurde denn auch entsprechend zelebriert.

Edith Wohlfender vom Berufsverband SBK, Sektion St. Gallen, Thurgau, Appenzell, hatte eine schöne Aufgabe. Sie konnte eine Spitzenleistung auszeichnen. Diese Auszeichnung erhalten Diplomandinnen, welche in der Diplomarbeit und im Fachgespräch die Bewertung sehr gut bekommen. Ausgezeichnet von Edith Wohlfender wurde am BZSL Salomé Schelling. Die Di­plomfeier wurde von der Liechtensteiner Band Wyvvern begleitet. Vor dem Apéro wandte sich Anrig an die Diplomierten: «Brauchen Sie nun im Beruf Herz, Hand und Wissen.»

Markus Roth

redaktion@wundo.ch

Diplomandinnen Werdenberg

Marlen Berger, Buchs, LAK Haus St. Florin; Michaela Gabathuler, Oberschan, St. Gallische Psychiatrie-Dienste Süd; Michéle Hanselmann, Weite, LAK Haus St. Florin; Nadin Heeb, Gams, Liechtensteinisches Landesspital; Daniela Kaufmann, Frümsen, Stiftungen Kliniken Valens und Walenstadtberg; Stefanie Kubli, Werdenberg, Spitalregion Rheintal SRRWS.