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Netz bewahrte um die 1300 Bäume vor grösseren Schäden

GRABS. Am Mittwoch kann Andi Gantenbein mit der Kirschernte beginnen. Etwa 10 Tonnen Kirschen wird er voraussichtlich abnehmen. Das sei eine gute, durchschnittliche Ernte. Gemessen an den vielen Niederschlägen der vergangenen Wochen ist dies jedoch hoch einzustufen.
Alexandra Gächter
Andi Gantenbein beginnt noch diese Woche mit der Kirschenernte. Dank dem feinmaschigen Netz haben die Kirschen fast keine Schäden durch Regen, Insekten oder Vögel erhalten. (Bild: Alexandra Gächter)

Andi Gantenbein beginnt noch diese Woche mit der Kirschenernte. Dank dem feinmaschigen Netz haben die Kirschen fast keine Schäden durch Regen, Insekten oder Vögel erhalten. (Bild: Alexandra Gächter)

GRABS. Am Mittwoch kann Andi Gantenbein mit der Kirschernte beginnen. Etwa 10 Tonnen Kirschen wird er voraussichtlich abnehmen. Das sei eine gute, durchschnittliche Ernte. Gemessen an den vielen Niederschlägen der vergangenen Wochen ist dies jedoch hoch einzustufen. Das nasskalte Wetter machte den Obstbäumen nämlich zu schaffen. Ein Kollege habe dadurch «einen Totalschaden» bei seinen Obstbäumen erlitten, wie Gantenbein sagt.

Auch Richard Hollenstein vom Landwirtschaftlichen Zentrum Flawil weiss von den Sorgen der Obstbauern. «Die Bestäubung und Befruchtung war teils mangelhaft. Dies führt sicher zu einem geringeren Ertrag, insbesondere beim Steinobst, also den Kirschen und Zwetschgen. Wir rechnen bei diesen Obstsorten mit einem mittleren Ertrag.»

Etwa zwei Grad wärmer

«Manchmal entscheiden Details über Erfolg oder Misserfolg», sagt Gantenbein. Seine Obstbäume stehen an einer Hanglage. «Hier sind die Bäume etwas geschützt, und es ist etwa zwei Grad wärmer als im Dorf. Wenn die Temperaturen unter den Nullpunkt sinken, können diese zwei Grad über eine gute oder schlechte Ernte entscheiden. Nicht nur die Hanglage ist für Gantenbein vorteilhaft, sondern auch sein sehr feinmaschiges Netz, das er wie ein Dach über etwa 1300 Kirschbäume gespannt hat. Vögel, Insekten, Hagel und einen Teil des Regens können dadurch abgehalten werden. Das Netz wird jeweils nach der Blüte angebracht und bis Anfang August belassen. «Das Aufspannen ist ein riesiger Aufwand. Drei Personen sind eine Woche lang damit beschäftigt.» Der Nutzen des Netzes lässt sich aber sehen: Die überdachten Kirschbäume zeigen grosse, rote Kirschen.

Im Gegensatz dazu zeigen viele Kirschen der Bäume, die nicht überdacht sind, Mängel. «Diese Bäume werden erst dann mit einem Netz versehen, wenn sie alt genug sind und viele Früchte tragen», sagt Gantenbein. Bis es so weit ist, erfreuen sich die Vögel und Insekten daran.

Bessere Qualität

Das nasskalte Wetter ging dennoch nicht spurlos an den überdachten Bäumen vorbei. «Es gab etwas weniger Früchte dadurch. Aber wenn die Anzahl geringer ist, dann ist die Qualität dafür besser, da die anderen Kirschen mehr Platz und Nährstoffe haben.»

Ab morgen beginnt für ihn die Kirschernte. Für den darauffolgenden Verkauf sei warmes Wetter förderlich, da es die Kunden dann mehr nach Früchten gelüste. Glück für Andi Gantenbein, pünktlich ab Mittwoch ist Sonnenschein angesagt.

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