Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Namenbuch vor Vollendung

An der Hauptversammlung des Vereins Werdenberger Namenbuch berichtete Hans Stricker über die nahezu abgeschlossenen Arbeiten der neun Bände des Werdenberger Namenbuches.
Hans Hidber
So werden sich die neuen Bände des Werdenberger Namensbuches präsentieren. (Bild: Hans Jakob Reich)

So werden sich die neuen Bände des Werdenberger Namensbuches präsentieren. (Bild: Hans Jakob Reich)

BUCHS. «Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller» freute sich Peter Lippuner, Präsident des Vereins Werdenberger Namenbuch an der 15. Hauptversammlung in seinem Kurzbericht zum abgelaufenen Vereinsjahr. Das Licht: Die immense 16jährige wissenschaftliche Arbeit des Projektleiters Prof. Dr. Hans Stricker geht einem glücklichen Ende entgegen. Das Werk umfasst nicht weniger als rund 12 800 Deutungen von Orts-, Flur- Gelände-, Gewässer-, Berg-, Dorf- und Strassennamen der sechs Werdenberger Gemeinden.

Die Gesamtausgabe besteht aus zwei Hauptteilen, dem wissenschaftlichen mit je einem separaten Band für jede Gemeinde, einem Lexikon und einem Einführungsband (Werkeinleitung, Quellenverzeichnisse, Register) sowie einem populären Kompaktband, befreit von wissenschaftlichem Ballast und Anmerkungen. Die Flurnamenkarten werden neu gedruckt und sowohl der wissenschaftlichen Reihe wie auch der Kompaktausgabe beigegeben. Die Einzelbände sind zwischen 270 und 780 Seiten, die Kompaktausgabe mit grösserem Format gegen 800 Seiten stark. Die Vernissage kann voraussichtlich im Frühjahr 2017 stattfinden.

Finanzierung auf Kurs

Die von der Druckerei berechneten Kosten für die neun Bücher mit den sechs Flurkarten belaufen sich laut Lippuner auf rund 150 000 Franken, weshalb letztes Jahr mit einer grossangelegten Fundraising-Aktion begonnen wurde, die dazu geführt habe, «dass wir heute eigentlich recht gut aufgestellt sind». Man habe interessierte Kreis jenseits und diesseits des Rheins dazu bewegen können «den berühmten Griff ins Portemonnaie» zu tun. Lippuner erwähnte dabei etliche Stiftungen, Gemeinden und Private aus dem Fürstentum Liechtenstein, vor allem aber auch die Werdenberger Ortsgemeinden sowie viele Private aus der Gegend und bis nach Winterthur und Zürich. Man müsse einfach den Sponsoren ein überzeugendes Konzept vorlegen können und darauf hinweisen, dass es «auf Generationen hinaus in sprachwissenschaftlicher, geschichtlicher und heimatkundlicher Hinsicht ein Schwerpunktwerk sein wird».

Die letzten Schritte

Hans Stricker, der mit seiner jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit die Hauptlast des ehrgeizigen Projektes trug, gab in seinen Ausführungen einen Einblick in das wissenschaftliche Vorgehen der Namensforschung. Die gesammelten Grundlagen über einen bestimmten Namen werden in einem einheitlichen Raster in einer speziell kreierten Datenbank aufbereitet. Recht aufwendig ist dann die Übertragung ins Buch-Layout mit mehreren aufwendigen Korrektur-Durchläufen. Derzeit gibt der Autor dem Ganzen den letzten Schliff und ist noch daran, den Einführungsband abzuschliessen. Im Anschluss an das Referat zeigte Hans Jakob Reich faszinierende Landschaftsaufnahmen vom Talgrund bis zu den höchsten Gipfeln aus allen sechs Werdenberger Gemeinden, wie sie in den Bänden des Namenbuches erscheinen werden. Stricker kommentierte sie ortskundig und lieferte so nebenbei auch noch die Deutung der jeweils vorkommenden Flurnamen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.